Von Mönchen, Kriegen und Ehen
Das Weingut existiert schon seit dem 13. Jahrhundert als Kloster, bewohnt von Mönchen. Seit dem 18. Jahrhundert wird hier Wein angebaut und nach der Ehe zweier adeliger Familien (Di Gresti und Guerreri Gonzaga) in 1874 kommt das Weingut in die Hände der heutigen Besitzerfamilie. Das Anwesen ist so geschichtsträchtig, dass selbst 1918 nach Ende des Ersten Weltkrieges hier über Frieden und Waffenruhen verhandelt wurde.
Der (Wein)Pate von San Leonardo
Carlo Guerrieri Gonzaga war es, der als erster Önologe der Familie den Betrieb der Familie voranbringt. Unterstützt wurde er hierbei von einer, in der Weinwelt, nicht ganz unwichtigen Person: Mario Incisa della Rocchetta, dem Begründer von Sassicaia, den Carlo während seiner Reisen in die Toskana kennenlernte. Incisa war es auch, der den Cabernet, bzw. die Bordeaux-Cuvee zu San Leonardo brachte. Seit 2001 hat nun Carlos Sohn, Anselmo Guerreri Gonzaga, die Leitung des Weinguts übernommen und das mit großem Erfolg!
Bordeaux in Trentino?
Heutzutage bewirtschaftet das Weingut ca. 30 Hektar an Rebfläche, die meisten davon mit Carménère, Cabernet Sauvignon und Merlot bestockt. Durch die Lage des Anwesens im Schutz der Berge, welche die Reben vor kalten Nordwinden schützen und durch die Abwärme des sich in der Nähe befindenden Gardasees, herrschen in der Tenuta San Leonardo klimatisch einzigartige Bedingungen. Das Terroir, vor allem die Böden aus Kiesel und Sand sind quasi wie gemacht für herausragende Bordeaux-Blends.
»Uncompromisingly artisanal – kompromisslos handwerklich.«
Kompromisslos handwerklich: Das gilt für die Arbeitsweise in San Leonardo. Es wird ausschließlich spontan vergoren, mit der Maische wird durch Pumpovers und Délestage sehr sanft umgegangen und reifen dürfen diese Spitzenrotweine mit bis zu 24 Monaten sehr lange in kleinen Eichenholzfässern. Der wichtigste Wein im Sortiment ist mit Sicherheit der » große« San Leonardo, die Spitzencuvee aus Bordeaux-Sorten des Hauses. Wahrlich besonders ist aber auch der reinsortige Carménère, denn die Anlagen für diesen sind teilweise schon Mitte des 20. Jahrhunderts gepflanzt worden.
