Diese zum Verkauf stehende Parzelle in der ikonischen Barbaresco Lage Rabaja wurde 2019 vom Weingut Vietti entdeckt und ohne lange zu fackeln aus dem Stand heraus erstanden. 0,9 Hektar, alles alte Reben im perfekten Filetstück, direkt im Herzen der Lage – eine einmalige Gelegenheit. Vollständig entrappt, dann folgt circa 48 Stunden Kaltmazeration. Zu Beginn der Gärung wird der Saft täglich übergepumpt und dann 3-4 Wochen mit dem traditionell untergetauchten Trester weiter ausgebaut. Es folgt eine Zeit im gebrauchten Barrique bis nach der Malo im Februar. Dann zieht der Wein für 2,5 Jahre in große Holz-Botti um. Für die Riserva folgt im Anschluss an die Abfüllung ein längeres Flaschenlager, bevor der Wein im Herbst 2026 nach beinahe fünf Jahren Reife auf den Markt kommt. Ich probiere ihn auf meiner Piemont-Tour im Oktober 2025. Leuchtendes Rubinrot mit etwas Orange und zart gefärbten Tränen am Glasrand. Die Nase ist ein aromatisch einladender Spaziergang durch das gastronomische Piemont-Paradies, so vielschichtig duftend und herrlich attraktiv ist sie! Die intensive, dezent rauchige Mineralik des Weins verleiht ihm eine erhabene Aura, sie knistert schon beinahe beim Riechen. Zarte braune Backgewürze, Rosenblüten, Potpourri und ein Hauch Vanille auf reifen Brombeeren, Schwarzkirschen und süßen Pflaumen, aber auch mit dieser schönen »gelben Note« von Pfirsichschale. Im Mund hat der Wein diese klassische, monumentale Rabaja-Struktur und legt eine Vielschichtigkeit dar, die Ihresgleichen sucht. Viele, geschliffene und reife Tannine türmen sich auf der Zunge mit jedem Schluck mehr und mehr auf. Im Nachhall bleiben saftige Blaubeeren, dichte schwarze Kirschfrucht mit etwas kubanischem Tabak. Sehr schicker Stoff, er ist intensiv und zugleich sehr finessenreich.,Ein monumentales »Wein-Monster«, das erstmal in den Keller gehört. Imposanter, ultra rarer Stoff!