2023 gilt in Kalifornien aufgrund der perfekten Voraussetzungen als großer Jahrgang. Im Winter 2022 wurden die Wasserreserven der Weinberge ausreichend aufgefüllt, die Wachstumsperiode war relativ kühl und ausgeglichen mit einem relativ kühlen August und September. Der perfekte Indian Summer erlaubte eine relativ späte Weinlese bis Ende Oktober, was zum perfekten Ausreichen der Trauben führte. Fassmuster. Tiefes Violett im Glas mit dichten, farbigen Tränen am Glasrand. Schon die Nase ist Verführung pur. Wow! Intensive, saftige Schwarzkirsche, Cassis, Waldbeeren und Blaubeeren mit feiner Würze durchzogen. Zarte Vanille Würze mit dunklen Blüten und sogar Jasmin- und Rosenblüten verwoben. Dann kommen 100 prozentige Schokolade und zart rauchige mineralische Aromen hinzu. Die Präzision und schwebende Duftigkeit trägt dabei den klaren und einzigartigen Monte Bello Fingerabdruck, so unglaublich fein und balanciert. Im Mund ist der Wein eine einzigartige Kombination aus Fruchtpräzision der glockenklaren Frucht und vielschichtigen Komplexität, wie man sie nur ganz, ganz selten ins Glas bekommt. Wow, ich bin hin und weg. Frische und Spannung bilden die Basis des Weins. Das vibriert ohne Ende vor Frische und drückt dabei zugleich vor Kraft – schon das Fassmuster ist ein verführerisches Vergnügen der anderen Art, sogar ein echter Hochgenuss! Sauerkirsche, Cranberries, Hibiskus leiten in Brombeer-, Blaubeer- und Kirschfrucht über. Die Frucht wird im Nachhall dabei immer saftiger im Mund und packt eine Schatzkiste an unwiderstehlichen Gewürzen aus. Zedernholz, Kubebenpfeffer, schwarze Schokolade, Nelken, Muskatnuss, ein Hauch Lorbeer. Einer der besten und seduktivsten Monte Bello aller Zeiten. Leider gab es durch die Trockenheit dieses Jahr nur absolute Minimengen von diesem mehr als perfekten Wein. Auch wenn ich ihn am liebsten sofort austrinken würde, ist das ohne Frage ein grandioser, komplexer und langlebiger Stoff. Perfektion!
Nach drei trockenen Jahrgängen (2020, 2021 und 2022) startete das Jahr 2023 in Kalifornien für die Reben endlich wieder mit ausreichend viel Niederschlag während der Wintermonate, durch den die Wasserreserven der Weinberge größtenteils wieder aufgefüllt werden konnten. Die Temperaturen blieben im Frühjahr lange kühl, was den Austrieb der Reben extrem verzögerte. Zudem beeinträchtigten diese kühlen Frühlingstemperaturen den Fruchtansatz, was je nach Weinberg auf natürliche Art und Weise zu einer niedrigen Erntemenge und somit zu einer größeren Konzentration führte. Durch die Wachstumsperiode hinweg fielen 2023 in guten Abständen Niederschläge, und es gab keinerlei Trockenstress. Der Sommer verlief im Gegensatz zum heißen Vorjahr 2022 mild und die Trauben konnten langsam und gleichmäßig ausreifen. Zugleich konnten sie eine optimale Balance aus Tanninreife, Frucht und Säure erreichen. Im Herbst wurden die angenehmen Tagestemperaturen durch kühle Nächte ausgeglichen – dies bot nahezu perfekte Bedingungen für die Ausbildung eines komplexen Aromenspektrums. Die Weinlese verlief relativ entspannt und konnte ohne Zeitdruck bei idealer Reife durchgeführt werden. Bereits bei der Gärung legten viele Weine eine beeindruckende Intensität an den Tag, wie man sie nur ganz selten erleben kann. 2023 gilt nach 2021 und 2019 wieder als herausragender, großer Jahrgang.