Le Sacre wächst auf ton- und kalkgeprägten Böden mit südlicher bis südwestlicher Ausrichtung. Der höhere Lehmanteil bringt hier von Natur aus mehr Druck und Substanz als bei stärker kalkdominierten Terroirs. Reben im Schnitt rund 35 Jahre alt, dicht gepflanzt. 2025 mit rund 33 hl/ha Ertrag. Lese vom 11. bis 17. September für den Merlot, später für die Cabernets. Doppelte Selektion, klassische Vinifikation mit moderater Temperaturführung (max. 24°C) und rund drei Wochen Maischestandzeit. 13,9% Vol. Alkohol bei pH 3,67. 65.000 Flaschen Produktion. In der Nase zunächst eine feine Kühle, die sofort anspringt, kombiniert mit schönem Fruchtdruck und Reife. Satt reife Kirsche, Herzkirsche, dazu Schlehe und eine helle Brombeernote, etwas Blaubeerschale. Dahinter ein frischer Minz-Touch, der dem Ganzen eine schöne Luftigkeit gibt. Im direkten Vergleich zum kalkigeren Monbadon wirkt Le Sacre hier aromatisch dichter, etwas satter, mit mehr Schub aus der reichen Frucht. Am Gaumen dann entsprechend druckvoll und saftig. Fast likörige Kirschnote, etwas Kirschwasser – aber ohne jede Schärfe. Dazu eine schöne Zartbitterkakao-Note. Die süße Frucht schiebt ordentlich, wird aber von heller Sauerkirsche und roter Johannisbeere aufgefangen, was dem Wein eine gewisse Spannung gibt. Die Tannine sind satt und durchaus präsent, drücken nach, geben Struktur. Nicht ganz so feinpoliert und tänzelnd wie zuvor beim totschicken Indie de Monbadon, sondern eher auf der kraftvollen, direkten Seite. Brombeere kommt wieder durch, alles bleibt saftig und dicht. Im Nachhall dann diese markante Mischung aus dunklem Kakao und einer feinen Salzigkeit, die lange stehen bleibt. Le Sacre ist 2025 klar auf der druckvolleren, intensiveren Seite unterwegs – weniger filigran, dafür mit ordentlich Substanz und Präsenz. Dennoch wieder ein wirklich sehr überzeugender, kraftvoller Saint-Émilion mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. *** Le Sacre St. Georges stammt aus der Feder von Jean-Philippe Janoueix, der auch Château La Croix in Pomerol und Château La Confession in Saint-Émilion besitzt und betreut. Der Le Sacre ist identisch mit dem Cap St. George und im Grunde ein zweites/drittes Label hinter oder neben dem Chateau Saint George. 7.400 Pflanzen pro Hektar, durchschnittliches Alter 36 Jahre. Die 19 Hektar stehen in Süd- und Südostexposition. Die Weinberge sind rund 35 Jahre alt, die Böden bestehen aus Kreide, Kalk und Lehm. Der Wein wird im Stahltank fermentiert, die malolaktische Gärung und der Ausbau erfolgen im gebrauchten Barrique und inzwischen zu 35 Prozent im Stockinger-Halbstück. Rund 50.000 Flaschen werden produziert. Diese Menge an Wein stammt von insgesamt fast 20 Hektar Rebfläche. Für diesen kleinen Wein ist das ein sehr geringer Hektarertrag, pro Weinstock weniger als ein Kilo Traube.