Der Rosenberg ist eine recht warme Lage in Siebeldingen, ehemals Birkweiler, geprägt von Muschelkalk und Lehm. Wie alles bei Wehrheim, natürlich zertifiziert biodynamisch bewirtschaftet. Anders als beim Chardonnay, baut Franz die Weißburgunder nicht im Holz aus, sondern reduktiv im Stahltank. Das sorgt einerseits für einen Hauch mehr Frucht, andererseits aber auch für eine deutlichere aromatische und geschmackliche Abgrenzung zu den Chardonnays. In der Nase haben wir hier quasi die etwas reifere, druckvollere Turboversion vom Birkweiler Ortswein. Der Mandelberg ist immer der etwas erhabenere und auch verschlossenere Wein, der Rosenberg immer etwas charmanter. Er präsentiert sich als extrem starkes Burgunderjahr mit einer unglaublichen Klarheit und Finesse. Gelbe Äpfel und Birnen, ein Hauch Walnuss, aber auch viel nasser Stein, dann frisch gehackte Gartenkräuter und weiße Blüten. Am Gaumen ist das ein überraschend zupackender Power-Weißburgunder! Schon im Antrunk mit rassiger Säure, man würde hier erstmal nicht auf eine warme Lage tippen. Dann auch wieder die etwas reifere Frucht, gelber Apfel und Pfirsich, viel salzige Mineralität. Durchaus kraftvoll und klar ein Pfälzer Weißburgunder, aber dabei immer elegant bleibend. Es ist der gerade perfekte Mix auch Charme und Finesse, aus Frucht und Mineralität, was den Rosenberg auszeichnet.