Der Clos Romain ist Thierry Germains Paradelage in weiß. Natürlich wie immer biodynamisch bewirtschaftet. Eine uralte Lage, ummauert. Muschelkalk und sandig-kalkige Böden prägen das Terroir, dazu etwas Feuerstein. Der Boden wird seit jeher mit dem Pferd bearbeitet, hat also noch nie eine Maschine gesehen. In maximaler Dichtbepfalnzung von 10.000 Stöcken pro Hektar angelegt. Ausbau in größeren Stockingerfässern. Weiße Frucht mit Zitrus- und Orangenzesten, Kamille und Grüntee. Schon die Nase kündigt einen großen, sehr charaktervollen Wein an, der von diesem steinig-staubigen Terroir berichtet. Immer neue Facetten werden freigelegt, je länger der Wein an der Luft ist. Rassige, fast stahlige Säure mit salzig-mineralisachem, sehr intensiven Nachhall. Vollreife Quitte, dann Kalkstaub und grüne Vanille. Das Ganze ist allerdings in diesen sehr dichten Körper wunderbar verwoben. Im Mund ist alles dicht. Die Böden des Clos Romans sind aus weitaus härterem Kalk als viele andere Lagen in und um Saumur, das bringt einen knackigeren Kern. Die Beeren sind im Clos Romans derart klein, dass man fast das Gefühl von Tanninen im Wein hat. Im Mund gelb-grüne Frucht. Knackige Quitte und Mentonzitrone. Die Reifheit und Ruhe die dieser Chenin austrahlt ist wahrlich beeindruckend. Sicher einer der ganz großen Vertreter dieser unterschätzten Rebsorte! Ein sehr spezieller, ja ein großer Wein für Insider und solche die es werden wollen. Chenin Blanc in Höchstform. 98/100,