Die Reserve, das heißt: zwei Fässer aus dem Fahrlay, 2 Jahre auf der Vollhefe im Fuder. Davon ein Jahr komplett ohne Schwefel und dann minimal geschwefelt fürs zweite Jahr. Die Reservefüllungen sind jedes Jahr mehr als verblüffend, weil sie noch mehr zur Feinheit und zur Finesse laufen. Das ist so ein hochfeiner Saft, kühl und würzig, mit schwarzer Johannisbeere und Anis, auch Kampfer und weiße Grapefruit. Absolute Eleganz, fast schwebend fein. Die Hefewürze trägt den Wein auf Händen. Pure Eleganz und Finesse und am Ende eben noch das Quäntchen mehr Länge und Feinschliff, der die fast perfekten GGs nochmal toppt. Dieser Rieslingstil von Clemens ist für die Mosel schon atemberaubend, die aromatische Tiefe und Präsenz sind beinahe unerreicht. Das ist klar anders als die verspieltere und etwas leichtere Mittelmosel, vielleicht etwas burgundischer im Stil, auch wenn dieser Ausdruck sicher überstrapaziert ist. Weltklasse in einer eigenen Dimension ist das allemal.