Saint Georges: Chateau St. Georges 2025

Chateau St. Georges 2025 1,5 l

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 80%, Cabernet Sauvignon 10%, Cabernet Franc 10%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2033–2064
Verpackt in: 6er OHK
saftig
seidig & aromatisch
strukturiert
Lobenberg: 96–97/100
Yves Beck: 93–94/100
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau St. Georges 2025

96–97
/100

80 Prozent Merlot, zehn Prozent Cabernet Franc und zehn Prozent Cabernet Sauvignon – das entspricht genau der Pflanzung. Gelesen wurden 39 Hektoliter pro Hektar. Vom 12. bis 15. September die Merlot, die Cabernets wurden ab dem 18. September für eine Woche gelesen. Die Fermentation geschieht spontan im temperaturkontrollierten Edelstahl mit maximal 26 Grad. Sehr softes Pump-over. Die Mazeration dauert bis zu fünf Wochen, um die Tannine wieder einzufangen. Der Ausbau dann für 12 Monate im Barrique, 20 Prozent neues Holz. Danach Zementtank. Château Saint-Georges 2025 ist dicht und reich. Viel schwarze Kirsche und saftige, intensive frische Zwetschgen. Dahinter süße rote Kirschen und ganz weiche, fast rötlich anmutende Brombeeren oder sehr dunkle Himbeeren. Guter Schub – eine feine Nase! Nutella kommt dazu, ein Hauch Holz und helle Lakritze, auch Veilchen und Flieder. Tolle Intensität zeigend. Wow, im Mund ist es schon ein großer Unterschied zu seinem Zweitwein. Bisher konnten wir den Erstwein nie bekommen, weil Jean-Philippe nicht im Besitz des Châteaus war. Jetzt den Erstwein oberhalb des Le Sacre zu positionieren ist eine große Freude! Weil der Wein einfach wirklich erhaben daherkommt. Ein fast ganz großer Wein! Schwebend mit satten, seidig-samtigen Tanninen, aber durchaus auch mit Grip. Ein Kalkstein-Schleier zieht sich durch. Tolles Holz, saftig und zupackend mit einer sehr guten Länge. Die Spannung, die Dichte und Energie in diesem Wein sind schon berauschend. Das sind die Schlüsselwörter für den Jahrgang 2025: Spannung und Energie. Denn wir haben im Grunde den Charme aus 2023 und die Saftigkeit und Frische aus 2019. Das mündet in diese unglaubliche Spannung und Energie bei superweichen Tanninen. Das ist schon ziemlich perfekt und steht für Minuten! Während des gesamten Textes habe ich ihn komplett präsent. Das ist nicht ganz der totale Druck und Schub wie aus dem Monbadon vom selben Besitzer. Dafür ähnelt Saint-Georges viel zu sehr einem Saint-Émilion. Aber er ist erhabener und schwebender und luftiger als Monbadon. Das ist für kleines Geld großes Kino – ich bin sehr begeistert! *** Château Saint-Georges ist DAS Château aus Saint-Georges Saint-Émilion. Man blickt hier über den Fluss direkt rüber nach Saint-Émilion. Das ist DER Punkt schlechthin in dieser Gemeinde, mit den besten Weinbergen. Das Château gehört Jean-Philippe Janoueix, der von 2013 bis 2024 in kleinen Schritten versucht hat, das Château zusammenzukaufen, bis er es 2024 erreicht hatte. 2025 konnte er erstmals den Erstwein vinifizieren. 42 Hektar mit durchschnittlich 35 Jahre alten Reben – 80 Prozent Merlot, zehn Prozent Cabernet Franc und zehn Prozent Cabernet Sauvignon. 5.500 Pflanzen pro Hektar. Überwiegend Molasse de Fronsadais, aber auch blauer Lehm und reiner Kalkstein. Die Reben stehen direkt oben auf dem Plateau in Süd- und Südostexposition. Wir haben schon lange den Zweitwein Le Sacre Saint-Georges im Programm. Den hatte man aus den ersten Käufen der Weinberge in den letzten 10, 12 Jahren gewonnen. Allerdings war es nicht das allerbeste Terroir des Chateaus und der Wein wurde nie in Barriques ausgebaut, weil es nicht die superbe Grundqualität und Dichte hatte.

Jahrgangsbericht

2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogensten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein!

Verkostungsnotiz
93–94
/100

Yves Beck über: Chateau St. Georges

Erfreuliche Symbiose aus schwarzen und roten Beeren im Bouquet von Saint Georges 2025, das zudem blumige und würzige Noten aufweist. Der Wein ist kompakt im Auftakt und entfaltet sich mit Eleganz. Seine samtenen und perfekt eingebundenen Tannine bieten eine ausgezeichnete Stütze, die sich harmonisch mit der Spannung der Struktur verbindet. Ein mundender Wein mit saftigem Finale.

Mein Winzer

Saint Georges

Die Weine von Saint Georges stammen aus der Feder von Jean-Philippe Janoueix, der auch Chateau La Croix in Pomerol betreut. Es sind 6.700 Pflanzen pro Hektar, die Weinberge sind 35 Jahre alt, Lehm, Kreide und Kalk bilden den Untergrund. Bordeaux zum Einstiegspreis, schnörkellos und ehrlich.

Chateau St. Georges 2025