Peyrou: Chateau Peyrou 2025

Chateau Peyrou 2025

BIO

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 100%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2029–2045
Verpackt in: 12er OHK
strukturiert
fruchtbetont
seidig & aromatisch
Lobenberg: 94–95+/100
Gerstl: 18/20
Frankreich, Bordeaux, Cotes de Castillon
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Peyrou 2025

94–95+
/100

100 % Merlot, komplett ohne neues Holz ausgebaut. Auf den tonigen Böden wurde eine ordentliche Menge von rund 40 hl/ha gelesen. Handlese und dann nach intensiver Sortierung noch ein Densimetrik Wasserbad, was nochmal 10% umperfekte Beeren aussortierte. Wie alles bei Catherine Papon-Nouvel bio und komplett entrappt und schonend über eine lange Zeit fermentiert. Er zeigt sich in der Nase ungemein steinig, fast kühl wirkend, mit deutlichen Anklängen von Graphit und einer sehr prägnanten, fast kargen Mineralik. Das wirkt sehr geradlinig und puristisch, gleichzeitig aber ausgesprochen ausdrucksstark in dieser Stilistik. Darunter legt sich eine feine, helle Frucht aus Schlehe und Sauerkirsche, die dem Ganzen eine schöne Frische und Lebendigkeit verleiht. In Kombination mit der tiefen, steinigen Mineralik entsteht ein sehr rundes und harmonisches Bild, eine insgesamt sehr ausdrucksstarke und zugleich präzise Nase. Im Mund kommen wunderbar samtige, sehr fein verwobene Tannine zum Vorschein, die dem Wein sofort Struktur und Eleganz verleihen. Erneut zeigt sich die erstaunlich helle Frucht, die hier wirklich große Trinkfreude verspricht und dem Wein eine schöne Spannung gibt. Begleitet wiird das Ganze erneut von dieser steinig-kargen Mineralik, die sich wie ein roter Faden durch den Wein zieht und ihm eine sehr klare Linie verleiht. Dabei bleibt der Wein stets frisch und wirkt niemals schwer oder überladen. Erstaunlich viel Komplexität für einen Castillon, der hier mit bemerkenswerter Präzision und Finesse auftritt. Die Länge ist erstaunlich und wird getragen von einer feinen Struktur sowie dieser mineralischen Klarheit. Weniger hedonistisch als z.B. bei Brisson, deutlich weniger auf Opulenz ausgelegt, dafür viel stärker auf der mineralisch straighten Linie, fruchtig sehr fokussiert und voller Finesse. Insgesamt wird alles von feinen, reifen Tanninen getragen wird und dadurch eine sehr harmonische Balance entwickelt. Alles wirkt stimmig und präzise gearbeitet. Alles in allem sehr schön und mit einer stillen, unaufgeregten Klasse. 94-95+

Jahrgangsbericht

2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogensten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein!

18
/20

Gerstl über: Chateau Peyrou

Es sind alles alte Reben auf Kalkstein, deshalb hatten sie keinen Stress. Kein Neuholz, alles in gebrauchten Barrique ausgebaut. Es fehlen noch 3 Lots, die noch nicht fertig gegoren haben. Das Muster, das wir probieren ist trotzdem ziemlich repräsentativ. Die Frucht steht im Zentrum, da sind auch wunderschöne Noten von Kräutern und Gewürzen, herrlich komplexer und auch tiefgründiger Duft. Traumhaft weicher Gaumen, verführerisch frisch, diese Frische ist ein Traum, das verleiht dem Wein seine herrlich schlanke Figur, dieser Peyrou ist so etwas von genial, so herrlich süffig war er noch nie, er hatte oft die Tendenz etwas mollig zu wirken, der 2025er ist gertenschlank, das trinkt sich so leicht und er wird schon bald nach der Füllung Hochgenuss bieten, ein Genie von Wein. (mg)

Mein Winzer

Peyrou

Mit 24 Jahren schloss Cathérine Papon-Nouvel ihr Önologiestudium mit Diplom ab und war damit Saint Emilions jüngste Winzerin mit Starpotenzial. Nur bei ihrem Vater zu arbeiten, einem alteingesessenen Winzer, war ihr zu wenig. 1989 erwarb sie mit dem Chateau Peyrou im benachbarten Côtes de Castillon...

Chateau Peyrou 2025