Chateau La Tour Blanche 1er Cru Classe 2025 0,375 l
- Semillon 77%, Muscadelle 15%, Sauvignon Blanc 8%
- weiß, süß
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2028–2075
- Verpackt in: 12er OHK
- sehr süss
- exotisch & aromatisch
- voll & rund
- Lobenberg: 100/100
- Vinum: 96–98/100
- Yves Beck: 96–98/100
- Alexandre Ma: 95–97/100
- Gerstl: 20/20
- Frankreich, Bordeaux, Sauternes
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: La Tour Blanche, 33210 Bommes, FRANKREICH
Kauf ganzer 12er-Gebinde inkl. Holzkiste
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Heiner Lobenberg über:
Chateau La Tour Blanche 1er Cru Classe 2025
/100
Wow, was für eine traumhafte Nase! Heller Blütenhonig, weißer Nougat, feine Mandel, dazu weiße Blüten – alles unglaublich filigran und präzise. Kandierte Zitrone, ein Hauch Orangenblüte, etwas Bienenwachs, ganz zart exotisch unterlegt. So fein, so elegant, das zieht einen sofort komplett rein. Am Gaumen dann diese unglaubliche Spannung und schicke Eleganz, die La Tour Blanche so einzigartig macht. Wow, was für eine Dramatik! Salzzitrone trifft auf zerschmelzende Aprikose, dazu kandierte Zitrusfrucht, ein Hauch Pfirsich und wieder diese feine Honignote. Die Süße ist da, aber niemals schwer oder erschlagend – alles wird von dieser vibrierenden Frische getragen. Im direkten Vergleich neben Lafaurie-Peyraguey und Coutet schlicht begeisternd. Mehr Zug, mehr Präzision, mehr Strahlkraft. Mehr 2025er Luftigkeit und Beschwingtheit. Das ist große Klasse. Ein großer, dramatischer, gleichzeitig unglaublich feiner La Tour Blanche. Ein Meisterwerk dieses Jahrgangs.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
/100
Vinum über: Chateau La Tour Blanche 1er Cru Classe
Frischer Duft, mineralisch geprägt, Blütenhonig, Aprikose, Zartbitterorangen; der Gaumen ist saftig, reichhaltig, dabei frisch, knackige Frucht, viel Energie, leichtfüssig, würzig, mit markanter Dörraprikosennote im Finale. Finessenreich, strukturiert, lang, salzig. Ausgezeichnet. (Trinken von 2030 bis 2070)
/100
Yves Beck über: Chateau La Tour Blanche 1er Cru Classe
Frisch und einladend entfaltet das Bouquet von La Tour Blanche zunächst kreidige Noten, bevor es Nuancen von Aprikosen, Pfirsichen, Pfefferminze und weißen Blüten zum Vorschein bringt. Am Gaumen ist der Wein lieblich und leicht salzig und besticht durch seine Tiefe und Finesse. Er ist kraftvoll, aber auch lebhaft und besticht durch die Subtilität seiner Herben Seite, die die Frische und den langen Nachhall nur noch unterstreicht. Ein großer Wein in der Mache, der noch daran feilen muss, seine Energie und Fülle besser zu bündeln. Der Ausbau wird das schon regeln.
/100
Alexandre Ma über: Chateau La Tour Blanche 1er Cru Classe
It must be said that the purity of botrytis in Château La Tour Blanche is truly outstanding. Under the pressure of a hot and dry vintage, its noble rot character is not diminished in the slightest, but instead appears remarkably pure, which is deeply impressive. Indian curry and Sichuan pepper intertwine at this moment, prolonging that delicately tingling sensation while bringing a lively, almost electric rhythm to the palate. As richness and sweetness begin to unfurl, layers of yellow peach, candied lemon, and passion fruit emerge in succession. The entire wine seems bathed in a soft golden light, like the last rays of sun spreading across the fields at dusk, glowing with both radiance and warmth.
/20
Gerstl über: Chateau La Tour Blanche 1er Cru Classe
Als Riesling Fan bringt mich der immer wieder zum Staunen, diese sagenhafte Feinheit, diese immense Vielfalt von Aromen, von erfrischender Zitrusfrucht über raffinierte Tropenfrüchte ohne Ende, bis zu einem Hauch Honig und Karamell, das ist eine unfassbar schöne Duftwolke. Die Immense Konzentration und gleichzeitig sprichwörtliche Leichtigkeit am Gaumen, ein kleines Wunder der Natur, das schafft in dieser Vollendung kein anderer Sauternes, die Konzentration verleiht dem Wein eine grosse Zukunft, die Frische eine wunderbar schlanke Figur und eine etwas frühere Trinkreife, den 2025er kann man auch jung einmal mit Hochgenuss trinken. (mg)
Falstaff über: Chateau La Tour Blanche 1er Cru Classe
Helles Goldgelb. Silberreflexe. Weißer Pfirsich, ein Hauch von Mango, dezenter Honigtouch unterlegt. Komplex, elegant, eingebundene Süße, feiner Säurebogen, mineralisch und ausgewogen, gut anhaftend, vielversprechendes Potenzial.
La Tour Blanche
Das Mitte des 18. Jahrhunderts gegründete Château La Tour Blanche wurde bei der Klassifizierung der Sauternes-Weine 1855 an der Spitze direkt hinter Chateau d’Yquem eingestuft. Château La Tour Blanche wird heute vom extrem talentierten und hoch angesehenen Spanier Miguel Aguirre geleitet, der sich...