85 Prozent Merlot und 15 Prozent Cabernet Franc. 13,5 Volumenprozent Alkohol. Es gibt nur 6.000 Flaschen in diesem Jahr. 2024 war großes Kino, 2025 ist feiner. Wir haben rückwärts probiert, auch 2019 und 2020. Da ist schon eine verdammt gute Linie drin. 2025 ist erstmals nicht nur »organic«, sondern auch biodynamisch zertifiziert. In der Nase extrem süße, satte, charmante Walderdbeere und Waldhimbeere, dazu süße rote Kirsche und ganz feine Milchschokolade mit hellen Pralinen. Auch Orangenzesten und süße Mango. Alles ist wunderbar verwoben und charmant. Die Nase ist ein Gedicht! Der Mund dann sehr zart. Total geschliffenes Tannin, das Ganze ist tänzelnd und unglaublich fein. Wieder rote Frucht, hauptsächlich Kirsche, Erdbeere und Himbeere. Ganz fein, aber durchaus mit Struktur und einer guten, salzigen Länge. Ein zartes, kleines Wunderwerk, das im Ausbau durchaus noch etwas aufbauen wird. Es ist und bleibt ein Geheimtipp, in 2025 mehr denn je. Superber Erfolg! Kaufen, weil es so super interessant ist für seinen Preis! *** Château L’Etampe ist ein Grand Cru mit einer Fläche von nur 1,83 Hektar Weinreben, winzig klein, alles wird hier Handarbeit mit der Handschere gemacht. Der Boden der Weinberge besteht aus hellfarbigem Quarz (Sand / Kieselerde), der sich schnell und gut erwärmt. Der Weinberg hat somit den Vorteil einer Bodenwärmequelle. Diese uralten Sande spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Mineralhaushalts und der Regulierung des Wasserverbrauchs der Reben. Der von Bäumen gesäumte kleine Bach, der entlang der Weinreben fließt, kühlt die Bodenoberfläche an warmen Sommernächten und erleichtert so den Reifeprozess. Die Reben gedeihen in diesem gemäßigten Klima, das durch die Kombination des atlantischen Ozeans mit den Flüssen Dordogne und Garonne entsteht. Regen- und Hagelwolken neigen dazu, entlang der Flusstäler zu brechen, wodurch die Ländereien entlang des Figeac-Plateaus verschont werden. Der Weinberg verfügt über eine repräsentative Auswahl von Saint-Emilion-Sorten, wobei die Merlot durch die hier so wichtige und dominante Cabernet Franc ergänzt wird. Die Rebstöcke sind durchschnittlich 50 Jahre alt und in einer Dichte von 5.500 Stöcken pro Hektar bepflanzt. Die Weinberge von L’Etampe werden nach den Prinzipien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft kultiviert. Der Rebschnitt erfolgt nach der Doppel-Guyot Methode. Die Trauben werden von Hand gelesen, Parzelle für Parzelle in 10 kg Kisten. Die Trauben kommen vor dem Entrappen auf einen Rütteltisch und werden selektiv sortiert. Beim Entrappen werden die Beeren nicht angequetscht. Es beginnt also mit einer enzymatischen Gärung. Die Weine reifen dann in französischen Eichenfässern, von denen ein Drittel neu ist, für 16 bis 18 Monate. Das Weingut ist im Besitz der Familie Teycheney. Der Berater des Weingutes ist kein geringerer als Jean-Claude Berrouet, der frühere Winzer und Technischer Direktor von Chateau Pétrus, und sein Sohn Jean-Francois Berrouet. Sowie der eigentlich tätige junge Winzer des Chateaus, ein verrückter Weinfreak aus der Remy Martin Dynastie. Vergärung, Malo und Ausbau erfolgen hier komplett ohne Schwefel. Die Weine reifen dann in französischen Eichenfässern, von denen ein Drittel neu ist. Die Lage des Weinbergs ist direkt an der Abzweigung von Saint-Émilion nach Pomerol, also im Zulauf auf Cheval Blanc oder auch kurz neben Château Figeac auf der anderen Straßenseite. Die Voraussetzungen und die Story sind perfekt. Zumal der Besitzer, ein sehr reicher Bauunternehmer, wenig eingreift, da es ihm einfach um Ruhm und Ehre geht. L’Etampe ist 2016 irgendwo wie ein Phönix aus der Asche auferstanden, mit neuen Besitzern und neuen Winemakern. Das Weingut ist Demeter zertifiziert.