Winzer Vincent Remillet hat zuvor viele Jahre in der Domaine du Pelican von Marquis d'Angerville gearbeitet, bevor er mit der Renaissance dieses uralten Château betraut wurde. Es gehörte einem der Gründer der Appellation Arbois und stand seit 1955 leer. Nun lebt es wieder auf – und mit ihm die Weine – 2023 war der erste Jahrgang des Château de Verreux in der Neuzeit. Der Trousseau wächst in den Château-eigenen Weinbergen um Arbois, genauer gesagt von 0.5 ha in der Einzellage En Brut mit einer Selection Massale in 2001 gepflanzt. Biodynamisch bewirtschaftet nach Demeter. Ab 2025 dann auch voll zertifiziert. Der Wein bekommt keinen Schwefel während des Ausbaus, erst zur Abfüllung. Dann sind wir komplett non-inverventionistisch unterwegs in der Domaine, die Weine werden außer einmal abgestochen vor der Abfüllung quasi nicht berührt. Keine Schönung, keine Filtration. Alle Roten werden auf Château de Verreux komplett per Hand entrappt, sehr vorsichtig und langsam, dabei wird gleich nochmal ausgelesen nach den besten Beeren. Fermentation in Edelstahltanks, danach Ausbau in 500 Liter Fässern im Schlosskeller. Die roten wachsen alle auf grauem Liasmergel in einer Einzellage vor den Toren von Arbois. Es ist ein etwas anderes Terroir als in Montigny bei Pelican, was nebenan liegt, aber etwas reichere und wärmere Lagen hat. Montigny galt historisch als der Grand Cru für Trousseau, weil er anderswo oft nicht reif wurde. Heute ist es eben so, dass er dort am kraftvollsten wird und anderswo, wie hier, etwas feiner und eleganter gerät. Es ist ein eleganter Trousseau mit würziger, roter Waldbeerenfrucht, Cranberry, Unterholz, Terr und Graphitmineral. Fein im Tannin und mit bestechender Klarheit, das ist der Stil von Verreux.