Winzer Vincent Remillet hat zuvor viele Jahre in der Domaine du Pelican von Marquis d'Angerville gearbeitet, bevor er mit der Renaissance dieses uralten Château betraut wurde. Es gehörte einem der Gründer der Appellation Arbois und stand seit 1955 leer. Nun lebt es wieder auf – und mit ihm die Weine – 2023 war der erste Jahrgang des Château de Verreux in der Neuzeit. Der Pinot Noir wächst in den Weinbergen um Arbois, biodynamisch bewirtschaftet nach Demeter. Ab 2025 dann auch voll zertifiziert. Der Wein bekommt keinen Schwefel während des Ausbaus, erst zur Abfüllung. Dann sind wir komplett non-inverventionistisch unterwegs in der Domaine, die Weine werden außer einmal abgestochen vor der Abfüllung quasi nicht berührt. Keine Schönung, keine Filtration. Alle Roten werden auf Château de Verreux komplett per Hand entrappt, sehr vorsichtig und langsam, dabei wird gleich nochmal ausgelesen nach den besten Beeren. Fermentation in Edelstahltanks, danach Ausbau in 500 Liter Fässern im Schlosskeller. Die roten wachsen alle auf grauem Liasmergel in der Einzellage En Brut vor den Toren von Arbois. Die Reben sind 1999 gepflanzt. Es ist ein etwas anderes Terroir als in Montigny bei Pelican, was nebenan liegt, aber etwas reichere und wärmere Lagen hat. Der Pinot Noir ist ein Ausbund an Eleganz, eine Duftwolke von süßer Herzkirsche und süßer Sauerkirsche stößt aus dem Glas, auch Walderdbeere, Roiboostee und etwas Orangenabrieb. Köstlich saftiger Mund mit feinster Extraktsüße, kirschig und mit viel energetischem Druck. Dann schießt wieder die süße Erdbeere hoch. Wunderbar, zart, feingliedrig, wer die Finesse liebt, der wird hier fündig.