In 2025 gab es keinen Frost, auch keine längeren Trockenphasen, keine extreme Hitze. Es war Regen und Sonne im Wechselspiel, aber im Grunde keine Extreme, ein sehr klassischer, warmer Sommer. Mitte September kam dann der große Regen, da musste man extrem schnell sein und am Ende auch gut selektieren. Für Christopher Loewen war der Regen dahingehend gut, dass man dann nicht noch später hätte lesen können. Man musste alles reinholen, dadurch haben die Weine dann etwas mehr Spannung erhalten. Es ist dennoch ein sehr charmanter, cremiger Jahrgang. Hier sind wir jetzt wieder zurück im blau-grauen Schiefer, auch aromatisch wird das ganz schnell klar. Wir haben mehr Puristik, kühlere Aromatik. Sehr karger Boden, alles Einzelpfahl, über 100 Jahre alt und wurzelecht. Durch den kargen Wuchs der wurzelechten Reben haben sie den regenreichen Sommer gut überstanden und die Reife ist nicht durch die Decke. Die Laurentiuslay Spätlese hat eine dichte, zitrische Frucht. Schon unerhört viel Power, aber die Kühle der Lage bleibt erhalten. Stachelbeere, Granny Smith, Grüntee, das Ganze ist sehr konzentriert, wirkt aber nicht schwer. Die Säuren sind schon recht hoch in 2025, was aber geschmacklich gar nicht so sehr auffällt. Die Spätlese wird aus einer eigenen Parzellen gelesen, die höchst gelegene in der Laurentiuslay, während die trockenen Weine vom mosel-näheren, unteren Part kommen. So mag ich Spätlesen.