Für die Herstellung dieses Weines wurden nur zwei Parzellen ausgewählt, die etwa 50 km voneinander entfernt in zwei verschiedenen Tälern liegen: das Najerilla-Tal (Badarán, Parzelle El Charco) und das Iregua-Tal (Albelda de Iregua, Parzelle La Rad). Die besten Trauben aus beiden Weinbergen wurden von Hand gelesen, um diese Gran Reserva zu kreieren. Die Trauben wurden gemahlen und einen Tag lang ohne Pressen in Kontakt mit den Schalen belassen, um eine Kaltmazeration zu durchlaufen. Nach 5 Tagen begann der klare Most mit der Gärung. Alles mit weineigenen Hefen. Auf halbem Weg im Gärprozess wurde der Wein in Fässer umgefüllt, wo er die Fermentation beendete. Anschließend reifte er ein ganzes Jahr lang in neuen Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche, bevor er wieder zurück in Edelstahltanks transferiert wurde. Von diesem Zeitpunkt an vergingen sieben weitere Jahre in der Flasche, bevor er für den Verkauf freigegeben wurde. Am Ende gibt es nur 2.400 Flaschen. Eine wirklich leuchtend goldene Farbe schimmert aus dem Glas. Wir haben Aromen von getrockneten Eukalyptus, reifen Früchten, Nüssen, Wildkräutern und Trockenfrüchten. Das schein schier unendlich. Kaffee, Tonka, sogar Mokka? Wahnsinn. Am Gaumen dann unendlich schmackhaft, dabei kräftig und würzig. Dazu Trockenobst und Nuss, vielleicht noch Mandelmehl. Aber die Säure liefert dabei jederzeit frischen Nachschub mit einer feinen Zitrusnote und einem langanhaltenden, fast unendlichen, salzigen Nachgeschmack. Alle produzierten Weine überzeugen durch eine ganz eigene Stilistik und einen einschmeichelnden Geschmack. Wenn es nicht auf der Flasche stehen würde, hätte ich den Jahrgang weit verfehlt. Glaubt doch kein Mensch, dass dieser Wein schon über 15 Jahre alt ist. Was Bodegas Vinícola Real hier an Weißwein auf die Flaschen bringt, ist schlichtweg phänomenal.