Die Assyrtiko-Cuvée ist ein Blend aus den Toplagen Pyrgos, Emporio und Megalochori. Aufgrund mehrerer trockener Jahrgänge in Folge bringen diese alten Reben hier mittlerweile nur noch absolute Mini-Erträge hervor. Der resultierende Wein ist dafür mehr als nur beeindruckend! Die Trauben werden sorgfältig von Hand gelesen und, nachdem sie einige Stunden gekühlt wurden, entrappt und angequetscht. Anschließend folgen noch mindestens 12 Stunden Mazeration auf den Traubenschalen, um dem Wein Extrakt und Textur zu verleihen. Die anschließende Gärung mit wilden Hefen dauert mit circa 30 Tagen immer relativ lange. Nach acht Monaten Ausbau auf der Feinhefe wird unfiltriert abgefüllt. Die konzentrierte, salzige Mineralik beamt mich beim Probieren direkt zurück auf die Insel Santorini. Die weit über 100 Jahre alten Rebstöcke bringen eine beinahe unglaubliche Terroir-Identität ins Glas – sozusagen eine komprimierte Essenz der Mineralik in Form von karger, salziger Steinigkeit, in Kombination mit Meeresbrisen, aromatischer Amalfi-Zitrone und zarten Noten von gerade reifem, von mediterranen Kräutern geküsstem Steinobst. Auch zarte florale Einschläge wie Geißblatt und duftende Kamille kommen hinzu. Unweigerlich zieht es mich immer wieder zurück zum Glas – dieser Stoff hat trotz seiner mineralischen Kargheit auch etwas »Leckeres«. Er bleibt mit präziser Säure und mineralischer Frische minutenlang am Gaumen. Dieser Wein ist eine grandiose Essenz der kalkhaltigen Böden Santorinis und der steinalten Rebstöcke. Extrem und dabei absoluter Super-Freakstoff für Insider!