Philipp Wittmann: »Von der Güte der Trauben war 2025 so ziemlich am Maximum, was ich den Weinbergen aktuell zutrauen würde. Das war schon alles sehr nah am Optimum.« Die Erträge sind relativ klein, vor allem die Saftausbeute war deutlich geringer als erwartet. Entsprechend konzentriert sind die Weine, weil eben auch die Wasserversorgung gut war über den Sommer. Die Extrake sind hoch, die Trauben haben absolute Vollreife erzielt. Laut Philipp Wittmann kann das ein ganz großes Ding werden, aber die Zeit wird es zeigen. Die Lese begann am 2. September, innerhalb von 19 Tagen war dann die gesamte Ernte eingeholt. Bei Wittmann konnte bei überwiegend bestem Wetter nahezu alles reinholen, bevor der größere Regen einsetzte. Das hat Wittmann quasi nicht betroffen. ,Die Trauben stammen rein aus eigenen Weinbergen, er steht auf sehr kalksteinreichen Mergelböden in Westhofen. Alles Handlese in mehreren Durchgängen. Alles handwerklich hergestellt. Angequetscht, langsam gepresst, Spontanvergärung, komplett trocken. Ausbau in großen 3000 Liter Fässern und ein wenig kleineren Stückfässern, keine Barriques. Einige Fässer haben eine Malo gemacht, einige nicht, das gibt dem Wein noch mehr Komplexität. Für Philipp Wittmann ist der Weißburgunder wahrscheinlich die beste Burgundersorte für Rheinhessen. Auch wenn Chardonnay natürlich spannender ist, aber gerade für Rheinhessen ist der Weißburgunder schon sehr gut adaptiert. Noch einen Ticken mehr Holzunterlegung als beim Grauburgunder und eben auch die kalkigeren Böden. Das gibt ihm die größere Eleganz im direkten Vergleich. Das ist ein sehr geschliffener, eleganter Wein. Weißer Pfirsich, frische Sahne, Apfelblüte, ein Touch Tonkabohne. Super Druck im Mund, ganz fein eingebundene Säure. Das ist ein wunderschöner Weißburgunder, cremig, fein, super zugänglich. Schon direkt nach der Abfüllung ist das perfekt trinkig, ausgewogen, saftig, elegant.