Lobenberg: Gewaltige und doch so feiner Schiefernase mit extrem traubiger Frucht, aromatisch und filigran, erhaben schwebend. Sehr schöner, feiner, bitterer Zug im Mund. Guter Druck. Feine Länge mit erstaunlich guter Frische. Aber auch mit viel Biskuit. Blumige Noten, Frühlingswiese. Das Ganze unterlegt mit feinem Apfel. Die Maischestandzeiten geben Struktur mittels eines guten Bitterstoffes. Spontan vergoren danach. Die Weine bei Materne & Schmitt werden eine Nacht auf der Schale belassen. Das gibt Spannung, Zug und Druck. Und das in Zusammenhang mit diesem schönen reichen, cremigen und geschmeidigen Jahrgang, mit dieser nicht breiten, aber doch cremig, leckeren Frucht, ergibt die notwendige Spannung, um nicht ins Breite abzudriften. Sehr schicker Wein und dem Vorgänger 2015 überhaupt nicht nachstehend, sondern nur anders seiend. Nicht so laut in der Frische, nicht so krachend, dafür tänzerischer, cremiger, leckerer, auch etwas üppiger. Ich will ihn trotz seiner Erhabenheit und des größeren Potenzials dennoch nicht ganz anders bewerten 92-94/100