Wachter-Wiesler: Blaufränkisch Ried Saybritz 2022

Wachter-Wiesler: Blaufränkisch Ried Saybritz 2022

BIO

Zum Winzer

Blaufränkisch 100%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2028–2047
seidig & aromatisch
frische Säure
strukturiert
Lobenberg: 97–98+/100
A La Carte: 98+/100
Falstaff: 96–98/100
Österreich, Burgenland
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Blaufränkisch Ried Saybritz 2022

97–98+
/100

Neben der Reihburg stellt die Ried Saybritz quasi den Grand Cru Blaufränkisch bei Wachters dar. Nachdem die Ernte 2020 so gering war, dass kein »echter« Lagenwein erzeugt wurde, gibt es diesen Wein nun endlich wieder, das zweite Jahr in Folge. Die alten Reben stehen am Waldrand im oberen, kühlsten Teil der Lage. Im Boden uralter Grünschiefer, teils mit humosem Lehm bedeckt. Durch die geschütze Lage entstehen hier selbst in heißen Jahren immer enorm feine Weine mit reifer und brillanter Frucht. Spontan vergoren in Bottichen, nach 20 Tagen abgepresst und für 35 Monate im großen Holzfass ausgebaut. Die Nase ist jetzt in der Jugend noch etwas verschlossen, ganz leicht reduktiv, braucht jetzt auf jeden Fall noch etwas Luft um sich zu öffnen. Dezenter Rauchschleier, Graphit, darunter deuten sich schwarze Kirsche und auch etwas Himbeere an. Zwetschge und Veilchen mit Sandelholz, Streichholz, auch der für die Eisenberg-Weine so charakteristische Touch von »blutiger« Mineralität kommt durch. Alles wirkt extrem nobel und kühl, der Wein strahlt eine Ruhe und Tiefe aus, das ist wirklich beeindruckend. Am Gaumen ist das ein echtes Powerteil! Wow, die Saybritz schiebt so druckvoll über die Zunge. Waldbeeren gleiten förmlich auf der feinkörnigen, aber engmaschigen Tanninstruktur dahin. Auch leicht zitrische Anklänge von Blutorangenschale schwingen mit. Alles ist versammelt, spannungsgeladen, aber mit einer irren Präzision. Trotz gewisser Konzentration ist hier nichts auch nur annähernd fett. Der Abgang ist quasi unendlich, die salzige mineralität drückt immer wieder nach. Das ist ein erhabenes Meisterwerk, ein großer Blaufränkisch auf absolutem Top-Niveau! 97-98+/100

Verkostungsnotiz
98+
/100

A La Carte über: Blaufränkisch Ried Saybritz

Jugendlich, kräftige Farbe, vielschichtiges Bukett, Blutorange, Heidel- und Brombeere, Pilze, Bitterschokolade, kräftig, dicht und engmaschige Struktur, eleganter Trinkfluss, feines Tannin, Granatapfel und Kumquat im Nachhall, Riesenpotenzial

96–98
/100

Falstaff über: Blaufränkisch Ried Saybritz

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine Tabakwürze, etwas Schwarze Johannisbeeren, ein Hauch von Cassis, dunkle Mineralik, mit einem Kräutertouch unterlegt. Straff, feine Säurestruktur, mineralisch, auch am Gaumen sehr dunkelfruchtige Nuancen, dicht und engmaschig, gut eingebundene Tanninstruktur, bleibt gut haften, wird von Flaschenreife profitieren.

Mein Winzer

Wachter-Wiesler

Das Familienweingut Wachter-Wiesler ist quasi ein Paradebeispiel für gelungenen Generationswechsel. Als Christoph Wachter den elterlichen Betrieb am Eisenberg übernahm, hatte er eine klare Vision: Er wollte das Potenzial der alten Reben nutzen um noch ausdrucksstärkere und terroirgeprägtere Weine zu...

Blaufränkisch Ried Saybritz 2022