Die nördlichste Lage im gesamten Barolo-Gebiet aus Verduno. Eine durch Fratelli Alessandria berühmt gewordene Lage, auch Burlotto hat hier Parzellen. Vietti hat vor einiger Zeit zwei Hektar alter Reben gekauft, 2018 war der erste veröffentlichte Jahrgang. Es ist schon etwas ganz Besonderes, dort einen Weinberg zu bekommen. Viettis Reben stehen zudem echt mitten im »Filetstück«, neben Burlotto, also dem besten Teil der grandiosen Lage überhaupt. 2022 wurden statt der sonst typischen zwei Drittel Ganztrauben mit 60 Prozent etwas weniger Trauben mitsamt ihrer Stiele vergoren. Davor erfolgte eine fünftägige Kaltmazeration, das gleiche Vorgehen also, wie beim Weingut Burlotto. Dadurch wird nicht nur der Wein duftiger, sondern auch die Farbe zarter, denn Rappen nehmen die roten Farbstoffe auf. Ansonsten werden alle anderen Vietti Cru-Lagen vollständig entrappt. Zu Beginn der Gärung wird der Saft täglich übergepumpt und dann 3-4 Wochen mit dem traditionell untergetauchten Trester weiter ausgebaut. Leuchtendes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Süße schwarze Johannisbeeren, gekochte Himbeermarmelade, duftende Walderdbeeren, Aprikosen, Mandarinen mit etwas schwebender Minze und viel zarter, ätherischer, mediterraner Kräuterwürze wie Rosmarin, Salbei und herrlich intensivem weißen Trüffel. Dieser Monvigliero liefert eine wirklich traumhaft schöne und überraschend zugängliche duftende Aromatik. Im Mund hat die Lage dieses Jahr die schönste harmonische Balance aller Vietti Weine. Saftige rote Kirschfrucht spült die fein geschliffenen samtigen Tannine über die Zunge. Reife Himbeere, ultra saftige Nektarine, Orangensaft und die kreidige Kalkstein Mineralik gleiten cremig über die Zunge. Ein Wein, der seine große klassische Barolo-Struktur harmonisch mit seiner opulenten Frucht vereint.