Hier haben wir den Inbegriff aus französischem Know-How und Exzellenz der Familie Lurton in Kombination mit kalifornischem Terroir. Ein Blend aus 88 Prozent Cabernet Sauvignon, 9 Prozent Merlot und 3 Prozent Cabernet Franc – im kompromisslos biologischen Stil angebaut, allerdings ohne Zertifizierung – aus der Chalk Hill AVA des Sonoma County. Entgegen dem, was man ob des Namens erwarten würde, besteht der Boden hier allerdings nicht aus Kalk, sondern aus vulkanischer Asche. Vollständig entrappt und nach der rigorosen Selektion auf dem Sortiertisch per Hand und durch ein Windsystem namens »Mistral«, das unperfekte Beeren aussortiert, 16 Monate lang in zu 70 Prozent in neuen französischen Barriques ausgebaut. Tiefes, undurchsichtiges Violett mit eingefärbten Tränen am Glasrand. Harmonische Aromen von reifer Brombeere, konzentrierter Heidelbeere, süßer Schwarzkirsche und Pflaumen. Schwerer, würziger, dunkler Tabak, Lakritz, braune Gewürze und etwas Marzipan steigen mit mediterranen Aromen eingelegter schwarzer Oliven samtig und opulent aus dem Glas. Dieser Stoff ist dicht und mächtig, druckvoll und konzentriert, dabei schon in der Nase samtig und unaufhörlich schiebend. Im Mund rollt die ultimativ konzentrierte Schwarzkirschwelle mit Brombeermarmelade, süßer Blaubeere und dunkler Schokolade über die Zunge. Die reife, konzentrierte Frucht wird durch eine mittlere, reife Säure, die sich in Form von Sauerkirsche auf die Zunge legt, und die vielen geschliffenen Tannine gezügelt. Im Nachhall bleiben schwarzer Pfeffer, ein Hauch Vanille, zart rauchige mineralisch-staubige Noten, die mich 1:1 an Chateau Cheval Blanc erinnern, sowie gegrilltes Fleisch auf der Zunge. Ein schicker Blockbuster mit Bordelaiser Handschrift, die diesem Turbo-Teil erstaunliche Definition verleiht.