Timothée Stroebel bewirtschaftet rund drei Hektar Land, die alle um seine kleine Domaine herum liegen, in der er auch wohnt. Die Reben liegen quasi direkt hinter dem ältesten Teil des alten Bauernhauses in der Montagne de Reims, mittig zwischen Reims und Épernay auf einer waldigen Anhöhe. Stroebel lässt Begrünungen stehen und pflügt so wenig wie möglich, um das Bodenleben nicht zu sehr zu beeinflussen. Alles ist mühevolle Handarbeit bei Stroebel, er beackert seine Lagen wie kleine Gärten. Im Winter weiden Schafe in den Parzellen. Die Bodenbearbeitung macht Timothée mit dem Pferd, alles wie früher, nahezu ohne Einsatz moderner Maschinen oder Technik. Die Pinot Noir-Trauben für den Logos 2016 stammen von 25 Jahre alten Reben im Lieu-dit Les Paquis. Mit kurzem Schalenkontakt wird in Edelstahl spontan vergoren und der Saft dann abgezogen und in Edelstahl ausgebaut, während die meisten anderen Weine von Stroebel in Fässern liegen. Hier beim Rosé geht es ihm aber um Puristik und etwas mehr Frucht. Über drei Jahre auf der Hefe dann wird mit null Dosage degorgiert, Brut Nature. Wie immer bei Stroebel ist das ein sehr weiniger Champagner, der über seine kernige Struktur kommt. Duftige Waldbeeren, Piment, Veilchen, getrocknete Rosenblätter. Im Mund sehr rasant mit saftiger Säurespur aus Sauerkirsche und Cranberry, dicht gewoben vom langen Hefelager, zart oxidativ würzig. Wie immer sehr charaktervoll und ein ganz eigener Typ. Es gibt keine 600 Flaschen von diesem raren Rosé, er wird nur in winziger Auflage erzeugt.