Der Flagship-Wein der Familie wird nur in den besten Jahrgängen gemacht. Die Trauben der 15 bis 25 Jahre alten Reben kommen zu 100 Prozent aus der Lage »Vigna Merenda«, mitten im Herzen der Cru Lage Sarmassa. Die Böden bestehen hauptsächlich aus kalkhaltigen Tonböden auf 250 bis 300 Höhenmetern. Reine Handlese, dann werden die fünf Parzellen separat spontan mit wilden Hefen vergoren und ein Jahr lang ausgebaut. Nachdem der ideale Blend entschieden wurde, reift der Wein weitere acht Monate in großen 2.500 und 3.000 Liter fassenden Holzfässern. Bevor er auf den Markt kommt, bekommt der Vigna Merenda nochmal 12 Monate Flaschenlagerung. Zartes, leuchtendes Rubinrot. Herrlich opulente, druckvolle Nase voll wilder Waldbeeren und Erdbeeren. Intensiv und doch zugleich auch schwebend und duftig mit vielschichtigen Kräuteraromen. Die vielen Tannine sind fein und griffig, mit einer erstaunlichen, erfrischenden Säure, die mir das Wasser beim Probieren im Mund zusammenlaufen lässt. Im Nachhall vibrieren intensive rote Kirsche, Hagebutte und Orangenschale am Gaumen. Die feingliedrige Würze des Weins leitet schließlich auf die sehr feinen, zart griffigen Tannine über. Momentan wirkt der Wein aufgrund seiner Struktur insgesamt eher geradlinig. Federico Scarzello freut sich darüber, weil Sarmassa genau so sein sollte! Für den Winzer ist der Sarmassa sein Wein, der für eine lange Zukunft ausgestattet ist und immer erst etwas später zugänglich wird als der Barolo Classico. Stilistisch ist der Wein ganz der Finesse auf den Fersen und gar nicht unähnlich dem Stil der Nachbarin Maria Teresa Mascarello!