Die Trauben kommen aus der Barolo Cru Lage Sarmassa auf 250 Höhenmetern und Pajagallo auf 400 Höhenmetern. Sobald sie im Keller ankommen, werden sie wie Nebbiolo behandelt: Spontan mit wilden Hefen vergoren, die Schalen mazerieren 30 bis 50 Tage lang, bevor abgepresst wird. Dann folgt dieses Jahr der 12-monatige Ausbau hauptsächlich in großen 2.500 und 3.000 Liter fassenden Holzfässern und einem 500 Liter fassenden Tonneaux. In eleganteren und zarteren Jahrgängen kann der Ausbau auch mal 18 Monate lang sein. Danach geht der Wein noch 1,5 Monate in Amphoren. Anschließend folgen 14 Monate Flaschenreife, bevor er auf den Markt kommt. Das Ergebnis ist eine der anmutigsten und elegantesten Barbera der gesamten Region! Die Trauben wurden 2023 kerngesund gelesen, daher konnte der Saft wieder etwas länger auf den Traubenschalen belassen werden. Mittleres, leuchtendes Rubinrot mit etwas Violett und eingefärbten Tränen am Glasrand. Die Nase ist dicht, konzentriert und voller dunkler Kräuter. Ein Hauch Lavendel, Blaubeeren, Zwetschgen sowie frisch gebrannter Ton schwingen würzig mit. 2023 zeichnet sich überhaupt durch mehr Würze aus als der opulent saftige, reife Jahrgang 2022. Die intensive Mineralik brummt in Form von rostigem Eisen und Metall aus dem Glas. Diese druckvoll schiebende Aromatik füllt den gesamten Mundraum einnehmend aus. Reife dunkle Kirschen mit Schokolade und sogar einem Hauch feuriger Chili. Hintenraus taucht dann Hibiskus erfrischend und dezent bitter auf der Zunge auf. Die Tannine sind fein pudrig und beinahe unbemerkt in diesen druckvoll schiebenden Wein integriert. Ein beeindruckendes Powerteil!