Lobenberg: Das ist der Langläufer des Hauses, wie alle Weine aus Großen Gewächsen mit zum Teil über 100 Jahre alten Reben. Wurzelecht dazu, Einzelpfahlerziehung, biologisch-organische Weinbergsarbeit. Spontanvergärung im Holzfass, über 12 Monate Verbleib auf der Vollhefe. Der Wein kracht in den Mund, nachdem man in der Nase eigentlich nur Schiefer gerochen hat. Im Mund eine Explosion von Stein, ungehobelt mit unglaublich viel Ecken und Kanten, mit einem Bitterstoff, der für Minuten verbleibt. Der Wein hat viel Frucht, aber sie ist schwer definierbar, weil sie immer wieder von hoher Mineralität, Salz und Gestein durchbrochen wird. Der Wein ist dabei nicht fett, er ist durchaus fein und filigran, aber mit so viel mineralischem Dampf, wie man ihn selten trifft. Unendlicher Nachhall - das wird einmal ein großer Finesse-Stoff der Extraklasse, aber man muss ihn sicherlich fünf, vielleicht zehn Jahre weglegen. Einer der ganz großen Weine des Jahrgangs. 98-100/100