Dieser Weinberg wurde 1890 gepflanzt und ist, obwohl der konzentrierte Ertrag der alten Reben natürlich klein ist, nach wie vor eine wichtige Lage für Ridge Vineyards. Der erste Jahrgang des Geyserville war 1966! Die Buschreben werden von Hand gelesen und die Trauben vollständig entrappt. Der 16-monatige Ausbau erfolgt in zu 15 Prozent neuen, amerikanischen Eichenholzfässern, es werden für den Rest bis zu vier Jahre alte Fässer genutzt. Tiefes, leuchtendes Rubinrot. Eingelegte Pflaumen, saftige Schwarzkirschen, dunkle Waldbeerenfrucht mit samtiger Vanille und einem Hauch Muskatnuss. Im Mund haben wir eine feine, geradlinige Präzision. Zart rauchige, würzige Graphit Noten und schwarzer Pfeffer, aber auch verspielte Veilchen. Der Wein ist super elegant und beinahe schwebend, wunderbar. Die dunkle Frucht harmoniert unendlich schön mit der perfekt eingebundenen Frische. Charmante Balance und diese wunderbare Würzwelle auf Blaubeeren klingen lange nach. Während Lytton Springs der drahtige, definierte Marathonläufer ist, ist Geyserville die vollbusige, elegant duftende Dame. Absolut schöner Stoff! ,
Nach drei trockenen Jahrgängen (2020, 2021 und 2022) startete das Jahr 2023 in Kalifornien für die Reben endlich wieder mit ausreichend viel Niederschlag während der Wintermonate, durch den die Wasserreserven der Weinberge größtenteils wieder aufgefüllt werden konnten. Die Temperaturen blieben im Frühjahr lange kühl, was den Austrieb der Reben extrem verzögerte. Zudem beeinträchtigten diese kühlen Frühlingstemperaturen den Fruchtansatz, was je nach Weinberg auf natürliche Art und Weise zu einer niedrigen Erntemenge und somit zu einer größeren Konzentration führte. Durch die Wachstumsperiode hinweg fielen 2023 in guten Abständen Niederschläge, und es gab keinerlei Trockenstress. Der Sommer verlief im Gegensatz zum heißen Vorjahr 2022 mild und die Trauben konnten langsam und gleichmäßig ausreifen. Zugleich konnten sie eine optimale Balance aus Tanninreife, Frucht und Säure erreichen. Im Herbst wurden die angenehmen Tagestemperaturen durch kühle Nächte ausgeglichen – dies bot nahezu perfekte Bedingungen für die Ausbildung eines komplexen Aromenspektrums. Die Weinlese verlief relativ entspannt und konnte ohne Zeitdruck bei idealer Reife durchgeführt werden. Bereits bei der Gärung legten viele Weine eine beeindruckende Intensität an den Tag, wie man sie nur ganz selten erleben kann. 2023 gilt nach 2021 und 2019 wieder als herausragender, großer Jahrgang.