Pibarnon thront hoch über Bandol, auf diesen kargen Terrassen aus Ton, Kalk und Kreide – genau hier zeigt Mourvèdre seine beste Seite. Der 2007er besteht überwiegend aus Mourvèdre, ergänzt durch etwas Grenache, von rund 30 Jahre alten Reben, mit niedrigen Erträgen gelesen und klassisch für rund 20 Monate im großen Holz ausgebaut. Im Glas zeigt sich der Wein in schöner Reife, aber alles andere als müde. Die Nase ist sofort offen und macht richtig Spaß: saftige Himbeere, dunkle rote Beeren, dazu diese typische, leicht wilde Mourvèdre-Note – ein bisschen Wild, ein bisschen Leder, dazu eine frische, mentholige Würze. Kräuter der Garrigue, Piment, Nelke und wilder Fenchel schieben sich dahinter. Sehr südlich, sehr charaktervoll, aber erstaunlich fein.,Am Gaumen wirkt er enorm rund, fleischig und saftig, fast ein wenig Châteauneuf-haft, aber mit klarer Bandol-Handschrift. Dunkle rote Beeren, viel Würze, ein leicht herzhafter Zug. Die Tannine sind reif, weich und perfekt integriert, nichts stört, alles fließt. Zum Ende hin wird der Wein leicht wild, sehr sinnlich und bleibt lange am Gaumen. Der 2007er ist jetzt genau da, wo man ihn haben will. Voll entwickelt, harmonisch und unglaublich trinkfreudig, dabei mit genug Substanz für viele weitere Jahre. Ein Bandol mit Seele, Reife und echtem Genussfaktor.