Der Moulin ist der kleine Bruder von Château La Lagune, aber »klein« nicht im Sinne der Qualität, denn Caroline Frey und ihr Team bewirtschaften die Weinberge von La Lagune seit Jahren biodynamisch, und auch Moulin profitiert voll von dieser kompromisslosen Arbeit. Vinifikation und Ausbau werden mit der gleichen Sorgfalt durchgeführt wie beim Grand Vin – was man dem Wein deutlich anmerkt. Mit 60% überwiegend Merlot, ergänzt von Cabernet Sauvignon, Franc und Petit Verdot. Die Reben sind im Schnitt 20-30 Jahre alt. Die Nase ist schon sehr einladend und zeigt feine Komplexität: saftige Pflaume, Schwarzkirsche, rote Johannisbeere, dazu Brombeere und etwas Cassis. Dahinter geröstete Walnüsse, Unterholz, ein Hauch florale Noten von Veilchen. Ganz subtil dunkle Schokolade, Tabak und Graphit. Am Gaumen dann sofort die Handschrift von La Lagune: elegante, feine Struktur, cremige Textur, alles wirkt geschliffen und balanciert. Die Tannine sind weich und seidig, die Säure frisch, so dass der Moulin trotz seiner Reife und Intensität niemals schwer wirkt. Jetzt auch rote Frucht, Kirsche und Himbeere mit salziger Mineralität. Sehr klar und präzise, mit einem eleganten, mittleren Körper, aber erstaunlicher Substanz. Moulin de La Lagune ist ein moderner, eleganter Médoc. Reich, saftig und jetzt so genial zugänglich, verführerisch, dabei nie banal. Ein toller Wert.