Die Basis bildet frischer, hoch aromatischer Chardonnay-Saft (die sogenannte Rebêche). Durch den Zusatz von hausgemachtem Fine de la Marne, also Marc de Champagne bzw. Tresterbrand, wird die Gärung gestoppt und der Traubensaft behält seine natürliche Süße. Familie Marcoult lässt ihren hauseigenen Alkohol vom Dorf-Destillateur Loïc in einer antiken Holzfeuer-Alambic von 1951 brennen. Nur das beste Herzstück des Destillats wird verwendet. Danach reift das Elixier für mindestens 24 Monate in Eichenfässern, wird unfiltriert abgefüllt und nur durch natürliche Kälte stabilisiert. Das Ergebnis ist bernsteinfarbene Opulenz. Man wird eingehüllt in eine Wolke aus getrockneten Orangen, Rosinen und warmer Vanille. Es duftet nach kandierten Früchten, Zimtstangen und einem Hauch von Akazienhonig. Mit etwas Zeit im Glas kommen geröstete Nüsse und feines Brioche zum Vorschein. Trotz der Intensität bleibt es durch die Chardonnay-Basis wunderbar elegant und niemals schwerfällig. Der Ratafia ist seidig-weich und kleidet den Mundraum mit einer wohligen Wärme aus. Als Alternative für einen Portwein oder Sherry ist das DER Geheimtipp aus der Champagne. In der Champagne weit verbreitet, darüber hinaus wenig bekannt. Die schicke Flasche wird in einem kleinen Baumwollbeutelchen geliefert. Gekühlt bei 8 bis 10 Grad serviert, harmoniert er fantastisch mit gereiftem Blauschimmelkäse, Desserts wie Tarte Tatin oder einfach solo als Digestif.