Die Trauben kommen aus der besten Region für Barbera – Alba ist das Königreich des Barbera. Dabei sind die Weinberge der Sandrones in perfekter Höhenlage und Exposition. Große Qualität war von Anfang an Lucianos Traum, auch bei den »kleineren« Weinen, und nicht nur beim Nebbiolo. Daher sind die Trauben aus Reben in Monforte und Novello- Luciano hat von Anfang an nur perfektes Land erstanden. Barbera liebt Sonne und Wärme. Die Trauben werden je nach Jahrgang Ende September oder Anfang Oktober gelesen, um die perfekte Reife und Rundheit zu erreichen. Für ein Jahr im 500 Liter Tonneaux, 25-35 Prozent davon sind aus neuem Holz, und ein Jahr in der Flasche gereift. Fassmuster, der Wein wird im Dezember 2024 abgefüllt. Tiefes, beinahe undurchsichtiges Violett mit einem Hauch Magenta und dicken Tränen am Glasrand. Die Nase ist opulent und fruchtig bis zum Abwinken, beinahe sogar wuchtig! Sie saugt mich wie im Strömungskanal unaufhörlich ins Glas. Monumental schiebende Schwarzkirsche, viel knackig frische schwarze Johannisbeeren und dunkle Pflaumen im Spiel mit der schwebenden Würze vom Holzausbau. Vanille, Zimt sowie warmes, duftendes Kerzenwachs. Dieses Jahr ist der Holzausbau in diesem jungen Stadium des Weins im Oktober 2025 bei meiner Probe präsenter als sonst, aber alles ist wunderbar harmonisch verwoben. Im Mund ist hier der »Hedonismus-Faktor« voll aufgedreht. Sauerkirsche, Schwarzkirsche, Blaubeere, Pflaume, Brombeere, alles ist reif, aber genau auf den Punkt und zugleich wunderbar saftig. Die Frische ist so harmonisch kombiniert mit diesen feinen, runden Tanninen, die samtig durch den Mund gleiten. Diese knackige Barbera-Säure eröffnet diesem Wein auch das Potenzial, ein paar Jahre im Keller vergessen zu werden. Saftige Schwarzkirsche, Brombeere und Blaubeere – das ist so wohlig schön und dennoch auch ein ernsthafter Wein mit burgundischen Zügen. Diese Barbera spricht direkt mit der Seele – zauberhaft!