Die Spitze in Sachen Syrah bei Hanspeter Ziereisen. 10⁴, also Dichtpflanzung von mehr als 10.000 Stöcken. Etwa 25 Jahre alte Reben auf Jurakalk. Ein Syrah so rar und teuer wie die besten Weine der Nordrhône, aber dafür auch absolut großer Stoff, der sich mit ebendiesen problemlos messen kann. Extrem geringer Ertrag. Schwarze Kirsche, Leder und schwarzer Pfeffer in der Nase, etwas rotfruchtige Einschläge von Cranberry. Das ist schon feinster Cool-Climate-Stil nach Art der besten Saint-Joseph. Orangenzesten, Kräuter der Provence, gleichzeitig hochkonzentrierte rote Frucht von Kirsche. Dann kommen Lakritze, Trüffel, Graphit, Holunder und Zwetschge mit etwas Cassis dahinter. Sooo komplex und vielschichtig! Im Mund dann unglaublich dicht, es zieht sich alles zusammen, die Frucht ist geballt und eng verwoben mit viel steiniger Mineralität. Zwetschge, Brombeere, Schwarzkirsche mit Steinsalz und etwas Unterholz. Dazu Würze aus schwarzem Pfeffer und Lakritze. Druck und wieder Druck, aber keine Schwere, null anstrengend, alles wirkt total geschliffen. Knackige Tanninstruktur umspielt die konzentrierte, süßliche Frucht im Kern, wird wieder unterstützt von kalkiger Mineralität. Schier unendliche Länge und immer wieder hochrollende Salzigkeit. Brombeere und Lakritze mit zartbitteren Kakaonoten im Nachgeschmack. Das ist wirklich auf dem Niveau der besten Nordrhône-Crus und gemacht für die Ewigkeit. Groß!