Guffens-Heynen: Saint Veran C.C.P. 2025

Guffens-Heynen: Saint Veran C.C.P. 2025

Limitiert

Zum Winzer

Chardonnay 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2030–2045
mineralisch
voll & rund
frische Säure
Lobenberg: 96+/100
Frankreich, Burgund, Maconnais
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Saint Veran C.C.P. 2025

96+
/100

Die beiden Besitzer Monsieur Guffens und Madame Heynen sind Belgier aus Flandern. Der Hauptteil der Rebfläche, für den die Familie Guffens-Heynen berühmt ist, ist ein vier Hektar großer Weinberg in Mâcon mit einer Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar. Der Weinberg teilt sich auf in jüngere Reben, die Anfang der 2000er gepflanzt wurden und in alte Reben, die 80 bis 90 Jahre alt sind. Die Erträge gehen nie über 25 Hektoliter je Hektar, in 2025 lagen sie bei nur 23 Hektoliter. Im Keller werden die Ganztrauben eingemaischt und auf einer uralten Korbpresse händisch gepresst, der Saft wird in drei Fraktionen aufgeteilt: Der Free Run, der mittlere Teil und die harte Pressung. In den Topweinen landet ausschließlich der Vorlaufsaft mit seiner hohen Säure bei gleicher Reife wie in den anderen Fraktionen. Über drei Monate hinweg wird ganz langsam fermentiert. Die Reduktion in der Nase des finalen Weins wird ein bisschen über den Zeitpunkt des Starts der Fermentation in den Barriques gesteuert. Nach der Presse wird der Vorlaufsaft bei manchen Weinen etwas länger sedimentiert und somit mit einem geringeren Hefeanteil in die Barriques gegeben. Bei den Topweinen wird der Saft relativ schnell in die Barriques gegeben, sodass sich die Hefe nicht so stark absetzen kann. Das fördert die Reduktion und gibt eine zusätzliche Komponente und Feinheit. Man muss allerdings sehr aufpassen, das Ganze nicht zu übertreiben, da sonst die Weine zu reduktiv werden. Der Holzkontakt liegt insgesamt bei nur zehn Monaten, 20 Prozent des Holzes ist neu. Guffens-Heynen ist ein Verfechter der späten Ernte, die phenolische Reife der Schale muss komplett gegeben sein. Um so wichtiger ist es später während der Pressung, den Free Run Juice abzutrennen und nur diesen für die Topweine zu verwenden, um die hohe Säure bei hoher phenolischer Reife zu erreichen. Das ist für einen Saint-Véran schon unglaublich. Man muss alles vergessen, was man sonst so kennt und sich in die Topliga des Burgunds begeben. Das ist so unglaublich konzentriert und straff, duftet nach feinstem Puligny, aber mit der Wucht des Südens. Weißer Pfirsich, Mirabelle, weißer Pfeffer, weiße Johannisbeere, strahlend und kristallin. Eine Salzexplosion im Mund, auch hier reduktiv und graphitig-straff. Wahnsinn. So viel Dichte. Das ist natürlich einen step up vom Vorjahr 2024, auch wenn das Geschmackssache ist. In Pouilly-Fuissé und in Saint-Véran stellt Guffens-Heynen sicherlich einen Sonderfall dar. Schwer auffindbar, extrem gesucht und qualitativ kaum erreichbar in einer eigenen Liga. Schräg und gleichzeitig grandios.

Mein Winzer

Guffens-Heynen

Unter Burgund-Insidern seit Jahrzehnten eine Kult-Domaine, dennoch sieht man die Weine selten auf dem Markt, denn sie sind extrem rar und nur bei wenigen Händlern weltweit vertreten. Gerade einmal etwas mehr als 5 Hektar herausragender Einzellagen im Umland von Vergisson im Mâconnais umfasst die...

Saint Veran C.C.P. 2025