Die Trauben kommen zu 100 Prozent aus Castiglione Falletto. Handlese aus den verschiedenen Parzellen, die um den Monprivato herum gelegen sind. Die Trauben werden hier komplett entrappt und dann spontan mit wilden Hefen vergoren. Ausbau zum Teil in mittelgroßen Fässern aus slawonischer Eiche und zum Teil auch im Betontank. Unfiltriert zwei Jahre nach der Ernte gefüllt, dann folgt noch eine kurze Zeit Flaschenreife bis zum Markteintritt. Zartes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Opulente saftig schiebende Erdbeernase, auf etwas Erdbeerkonfitüre mit reifer roter Kirsche und schwebend zart verwobenen ätherischen Kräutern und Orangenabrieb. Würzige, erdige Aromen von gefallenem Herbstlaub im Sonnenschein, getrockneten gelben Blüten, auch etwas Teer und steiniger, eisenhaltiger Mineralität. Eine wirklich traumhaft zarte Nebbiolo Nase! Im Mund schwappt dann eine beinahe überwältigende, saftige Welle dieser Erdbeerfrucht über die Zunge. Feine, kalkige Tannine gehen in ätherischen Kräuter-Noten und weiße Lakritz über. Dieses Jahr ist der Wein eher auf der roten, reifen Frucht laufend, mit einem Hauch verführerisch nussigem Marzipan im Nachhall. Die Tannine sind ultra fein. Dieser Wein ist definitiv ein kleiner Barolo mit delikater, wunderbar tänzelnder, frischer Säure-Balance und einem langen mineralisch-salzigen Nachhall. Aromatisch reifer als 2022, zugleich ist er im Mund etwas schlanker und linearer, feiner. Sehr schicker und wunderbar zugänglicher Stoff!