Dieser Kult-Wein Apuliens hat nicht ohne Grund eine große Fan-Base. Der Wein stammt von zum Teil über 50 Jahre alten Rebstöcken, die absolute Mini-Erträge von nur wenigen hundert Gramm konzentrierter Trauben hervorbringen. Gianfranco Fino ist sozusagen der Roberto Voerzio aus Apulien! Nach drei bis vier Wochen auf der Maische wird der Wein ein Jahr lang im Barrique ausgebaut und dann unfiltriert abgefüllt. Tiefes Rubinrot mit extrahierten, violetten Tränen am Glasrand. Dichte, tiefe und reife Fruchtnase voll mystischer Würze: schwarzer Pfeffer, Piment, Lakritz, Veilchen-Schokolade, Vanille, Sternanis, braune Gewürze, feuchte braune Erde, Teer und Leder. Die darunterliegende, mächtige blaue und schwarze Frucht dieses Weins ist ultra-konzentriert. Getrocknete Blaubeeren, Pflaumen und schwarze Kirsche, Brombeer-Gelee, auch getrocknete Feigen und ein Hauch Waldhonig. Sooo konzentriert und sooo viel Lecker-Gen schon beim Riechen! Konzentrierte, dehydrierte Schwarzkirsche, Heidelbeere und Brombeere rollen mit dem ersten Schluck über die Zunge, gefolgt von warmer brauner Lakritz und Zedernholz. Die fein geschliffenen, beinahe sandigen, reifen Tannine »zerstückeln« die mächtige Frucht in kleine, Blaubeer-Häppchen. Trotz all der Intensität und all der Konzentration ist dieser Stoff wunderbar stimmig. Druckvoll, schiebend und doch verführerisch. Wie der Ruf zurück an den Süßigkeiten-Schrank hat man direkt Lust auf den nächsten Schluck. Faszinierender Stoff für Liebhaber der Konzentration und der Dichte! Neben dem Zinfandel von Ridge Vineyards aus Kalifornien der wahrscheinlich beste Primitivo.