Sehr dunkles Rubinrot mit schwarzen und blauen Reflexen. Rohes und geflämmtes Fleisch in der Nase, Holunder, Lorbeer, etwas Teer. Veilchen, Minze, salzige Lakritze, Schwarzkirsche, Blaubeere, Sandelholz und Cranberry. Im Mund erstmal fette Veilchen und satte, üppige Schwarzkirsche nebst süßer, getrockneter Blaubeerschale. Leichte Holunder-Bitterkeit, deutliche frische und intensive Pomeranze und ein Hauch vom getoastetem Holz, alles eingebettet in ein cremiges Schokotörtchen, etwas Sauerkirsche, schwarze Waldhimbeere und wieder die Cranberry aus der Nase. Sandig samtiger Tanninfluss, allen Raum ausfüllend und extrem am Gaumen anhaftend. Im Finale cremige rote Kirsche, wieder Bitterorange und eine verblüffend rot- und blaubeerige Pikanz mit genialem Nachhall. Ein fast fetter Blockbuster mit erstaunlicher Eleganz, großer Frische und pikanter Finesse. In Sachen Preis-Qualitätsverhältnis ein verblüffendes Ereignis, berauschend schön! *** Ein Field-Blend aus sehr alten Reben aus Telmos Weingut in Toro, überwiegend wurzelecht von Sandböden, die ja gerade in Toro so prädestiniert sind für wurzelechte Reben, die Reblaus mag dieses Terroir nicht. Anders als in Ribera und Rioja ist der 'Social' hier eine reine Weinbergsselektion aus den oberen Flussterrassen des Douro zwischen Morales und San Roman auf 700 Höhenmetern. 'Galets Roulets', also rötliche große, flachgeschliffene Fluss-Kieselsteine wie in Chateauneuf du Pape oder auch in Manchuelo, satten Mengen auf tonhaltigen- kalkreichen Kies- und Sandböden, 'Tinto de Toro' - Reben, also die kleinbeerige Tempranillo-Variante ähnlich Tinto Fino in Ribera del Duero. Dieser biologisch bearbeitete Weinberg ist sonst teilweise auch Bestandteil des 'Pago de la Jara', die Reben sind über 40 Jahre alt. Ein kleiner Teil war auch im Gago. Aber dieses spezielle Terroir-Selektion des kühleren und eleganten Jahrgangs 2024 gibt es nur in wenigen tausend Flaschen. Handlese und vollständige Entrappung, danach densimetrische Sortierung. Fermentation spontan im Stahl und Holzgärständer, Ausbau 16 Monate in Holzfudern und zu einem Drittel im Barrique. Unfiltrierte Füllung. Minimalster Schwefeleinsatz. Das Klima hier besteht aus heißen Tagen und sehr kalten Nächten, die Weine aus Toros Hochlagen sind deshalb berühmt für eine immense Beerigkeit und Power, die kalten Nächte schaffen aber trotz 14,5% Alkohol die Balance für den satten Schub und die beerige Wucht. Der Social ist das Bindeglied zwischen den zwei Weinen Gago ond dem Pago de La Jara. Viel zu gut für Gago, mehr eine Art Zweitwein des Pago de la Jara. Das Projekt La Social ist ja schon bekannt aus Ribera del Duero und der Rioja und wurde nun ausgeweitet auf Toro. Hier soll das Gemeinschaftswerk zwischen der Bodega, den Importeuren und Händlern sowie einigen wenigen befreundeten Winzern, die im Auftrag von Telmo einen Teil der Weinberge bewirtschaften, im Vordergrund stehen. Die Distribution erfolgt nur in wenigen, ausgewählten Ländern.