Calendes besteht aus einem Blend aus drei Parzellen. Ein Teil der Reben steht direkt im Ort Crozes-Hermitage selbst. Die Fermentation geschieht mit 40 Prozent Ganztrauben im Beton, der Ausbau für ein Jahr in mittelgroßen Demi-muid-Fässern. Sehr später Schwefeleinsatz und auch geringer, um die Weine noch feiner und saftiger zu machen, vor allem auch zugänglicher in der Jugend. Schon die Nase dieses Crozes ist berauschend, weil sie nicht nur würzig und steinig ist, sondern einen für Crozes fast unglaublichen Charme versprüht. Sehr viel Energie, Druck, aber eben auch große Feinheit ausstrahlend, süße asiatische Gewürze, Maulbeere, Brombeere, Rosmarinzweig, süßer Pfeifentabak und ätherische Pfeffernoten darüber. Fast meint man einen Cornas im Glas zu haben in dieser köstlichen Reichhaltigkeit und schicken Frucht. Auch der Mund ist ein seidiger Traum, dicht und geschmeidig, einnehmend cremig, aber mit lebhafter Frische. Süße Brombeere, Blaubeere, Holzkohle, Graphit, lang und total fein. Die Steinigkeit und wilde Kräuteraromatik, die Crozes-Hermitage oft hat und die manchmal etwas rustikal sein kann, wird hier von der dichten, supersaftigen Frucht so perfekt eingehüllt, dass der Calendes eine Köstlichkeit erreicht, die man in Crozes wirklich selten findet. Ein großartiger Crozes-Hermitage, der die Saftigkeit und die feine Kraft des Jahrgangs in ein Gesamtpaket der Extraklasse verpackt.