Der Wein wächst im Grand Cru Osterberg direkt hinter dem Weingut. Sehr aromatische Nase, eingemachte Quitte und Grapefruit, beides mit ihrer herben Süße, das riecht ganz köstlich. Wir liegen hier bei rund 10 g/l Restzucker, was dem Wein eine wunderbare Geschmeidigkeit in der Textur gibt, aber nahtlos mit dem Wein verschmilzt. Der Mundeintritt ist dicht und reich, mit schmilzender gelb-roter Frucht, Mirabelle, gelber und roter Pflaume, Walderdbeere, Safran und sehr viel Litschi. Köstlich cremige Struktur, der Wein schmilzt auf der Zunge. Die zarten, elegant-ausgewogenen Bitterstoffe geben Frische und regen den Speichelfluss an, zarte Salzigkeit kriecht an den Zungenrändern hoch. Das ist ein köstlicher, ein reichhaltiger Wein, der mich ein Stück tiefer in den Sessel rutschen lässt. Ganz eigen im Stil, das ist kein Pinot Grigio und kein Grauburgunder, sondern unique und groß, wenn man diese Reichhaltigkeit und Gourmandise schätzt. Top!