Der Ertrag auf Roumiers 2.6 ha umfassenden Monopole Clos de la Bussière lag 2023 bei 34 hl/ha. Die Reben sind im Schnitt 35 Jahre alt. Nach der Handlese wird zu 80 Prozent entrappt. Spontangärung und Ausbau ohne jegliche Schönung oder Filtration. Der Neuholzanteil liegt für den Charmes bei rund 25 Prozent, der Rest der Fässer ist zwei bis acht Jahre alt. Morey Saint Denis befindet sich im Übergang zwischen den Weinbergen von Gevrey-Chambertin im Norden und Chambolle Musigny im Süden. Die Parzellen, die Gevrey Chambertin am nächsten liegen, liefern in der Regel die kräftigsten Weine, während diese mit zunehmender Nähe zu Chambolle Musigny an Finesse gewinnen. Der Premier Cru Morey Saint Denis „Clos de la Bussière” ist ein echter, von einer Mauer umgebener Zisterzienser-Clos und ein ehemaliger Besitz der Abtei La Bussière. Dieser Weinberg im Süden der Appellation ist seit seinen Ursprüngen im 12. Jahrhundert ein Monopol geblieben. Der Clos liegt auf einem lehmreichen Terroir und ergibt entsprechend sehr kraftvolle, intensive Weine mit einer gewissen Austerität, wie sie typisch ist für Morey. Er ist dunkelfruchtiger und kerniger als Roumiers Chambolles, kommt mit Brombeere, Heidelbeere und Cassis, sowie dunkler Schokolade, Lavastein und Pfeffer auf einem sehr ausgeprägten Tanningerüst angerauscht. Bussière braucht immer Zeit, ich würde ihn kaum vor 10 Jahren öffnen, auch wenn er phasenweise früher antrinkbar ist und 2023 ein recht zugängliches Jahr ist.