Lobenberg: Die Plenitude 2-Linie ist der Late Release von Dom Perignon mit noch längerem Hefelager. Die P1-Version, also der ganz reguläre Dom Perignon, reift mindestens acht Jahre auf der Hefe vor dem Degorgement. Die P2 verbleiben dann mindestens 15 Jahre bis über 20 Jahre auf der Hefe. Die extrem raren P3 bleiben dann sogar über 25 Jahre auf der Hefe vor Release. Durch diese extrem lange Reifung gewinnt er nochmal an Tiefe, Finesse und vor allem Langlebigkeit. Schon bei der Erzeugung des normalen Dom Pi, entscheidet die Domaine in Hinblick auf P2, ob der Jahrgang als Dom Perignon erzeugt wird. Nur wenn der Grundwein in den Augen des Kellermeisters das Potenzial hat 15 Jahre oder mehr auf der Hefe zu bleiben, wird ein Dom Perignon erzeugt. Falls nicht, wird der Jahrgang verworfen und geht in Nonvintages von Moët & Chandon. Der 2006er hat 4.5 g/l Dosage, wie fast alle P2s, ist also theoretisch sogar Extra-Brut, aber das Maison möchte lieber Brut auf dem Label haben. Das Klima in der Champagne im Jahr 2006 zeichnete sich durch Hitze und Trockenheit aus, die sich besonders stark auf die Reben auswirkten. Entscheidend waren die fast sommerlichen Bedingungen im September, die eine außergewöhnliche Reife der Trauben begünstigten. Es ist entsprechend ein »solaire«-Jahr für Dom Pi, der reich und würzig-warm, kraftvoll und tief gebaut ist. Der 2006er ist noch immer sehr jugendlich, man merkt ihm kaum eine Evolution an. Das wird ein Wein, der Jahrzehnte in der Flasche reifen kann. Ein Wunder an Eleganz und Kraft. In der Nase grüner und gelber Apfel, gebranntes Karamell, Tarte Tatin, aber das ganze viel frischer und lebhafter als es von der Aromatik klingt. Ein so energetischer Champagner für die Ewigkeit. Ganz großer Stoff!