Was für ein Monument! Der 1996er Oenothèque ist vielleicht der archetypische große Jahrgangs-Champagner, und in dieser spätdegorgierten Version geradezu unfassbar brillant. Zwölf Jahre auf der Hefe geben ihm eine Tiefe, Spannung und innere Dichte, die man kaum in Worte fassen kann. Im Glas ein schimmerndes Gold, die Perlage ultrafein. In der Nase zarte Noten von Brioche, kandierter Zitrus, gerösteten Haselnüssen, nassem Stein und einem Hauch salziger Seeluft – die Mineralität tänzelt förmlich. Am Gaumen vibrierend, kristallin, mit irrer Energie – diese Balance aus cremiger Fülle und stahliger Präzision ist pure Magie. Einer der größten Champagner der letzten Jahrzehnte – noch immer jung, aber auf dem Zenit seiner Schönheit. Für Liebhaber und Sammler ein heiliger Gral.