2025 steht für Familie Dönnhoff am ehesten mit 2015 und 2005 in einer Reihe durch die hohe Dichte und Vollreife bei zugleich kerniger, aber total reifer Säurestruktur. Aus diesem Weinberg kommt auch der Tonschiefer Riesling. Die Trauben reifen hier spät genug aus, um volle aromatische Reife zu erreichen. Die Kabinette wachsen im Leistenberg über einer Kuppe, wo die Sonne morgens bis mittags perfekt auftritt, aber abends schon recht schnell in den Schatten kommt. Also moderate Reife und sehr selten Botrytis. Eine etwas kühlere Lage, man kann die Trauben recht spät lesen, selbst die Kabinette. Laut Helmut Dönnhoff ist die Geschichte des Leistenbergs die des Kabinetts, hier wurden schon immer leichtfüßige, zarte, leicht restsüße Weine geerntet. Ein brillanter, karger Tonschieferboden, der diesem Wein seine Leichtigkeit verleiht. Feines Graphit in der Nase, Quitte, Weizen, weißer Pfirsich, er hat etwas ganz Feines, Helles an sich. Neben dem Kreuznacher Krötenpfuhl ist er straffer und kühler, der Kreuznacher ist der freundlichere und zugänglichere Wein. Der Leistenberg ist seriöser, bleibt aber die Leichtigkeit des Seins. Das sind schon Kracher diese 2025er Kabinette.