2025 steht für Familie Dönnhoff am ehesten mit 2015 und 2005 in einer Reihe durch die hohe Dichte und Vollreife bei zugleich kerniger, aber total reifer Säurestruktur. Die Lage ist das Verbindungsstück zwischen der Hermannshöhle und dem Dellchen, eine sehr hochwertige Lage, absolutes Top-Terroir. Tonschieferverwitterungsboden mit vulkanischen Einflüssen. 2018 erstmals als Kabinett ausgebaut und ab dann immer wieder. Allerdings muss man die Kabinette hier etwas früher holen. Das ist im Grunde das »größte« Kabinett von Dönnhoff, weil es mineralischer und straffer ist als der Krötenpfuhl und druckvoller als der Leistenberg. Die Klamm ist seriöser in der Struktur, herrschaftlicher auftretend, dafür nicht ganz so schwebend, hat mehr Kraft. Er erinnert ein bisschen an den Felsenberg in dieser steinig-staubigen Herbheit. Das ist auf jeden Fall das Kabinett mit dem meisten Bodenausdruck, das tiefschürfendste in der Range. Der Wein wächst quasi direkt angrenzend an die Hermannshöhle, die Klamm ist die Nachbarlage. Das ist sehr hochwertiges Material für ein Kabinett, aber für Cornelius Dönnhoff passt das einfach genial hier ein Kabinett zu ernten. Er erreicht volle aromatische Reife, geht aber im Mostgewicht nicht zu hoch. Mehr Power als der Leistenberg, aber ebenso viel mineralisches Spiel.