Das ist vom Feeling schon ein ganz anderes Jahr als 2024, weil es eben keine Frostschäden gab. Die Reben waren entspannt, der Fruchtansatz war sehr hoch, die Blüte verlief aber recht lange und durchwachsen. Das Frühjahr lief relativ sauber durch und der Sommer war sonnig und warm mit ausreichend Wasserverfügbarkeit.” Die Trauben haben am Ende doch weniger Saftausbeute gebracht als gedacht. Der Ertrag war leicht unterdurchschnittlich, obwohl es Anfang des Jahres nach viel mehr aussah. “Es war eine der frühsten Ernten, an die ich mich erinnern kann.”, sagt Helmut Dönnhoff. Anfang September ging es schon los, selbst beim Riesling, der Großteil der Ernte war also vor dem größeren Regen schon drin. Es wurde mit 80 Leuten gelesen am Ende, um den Turbo reinzukriegen. 2025 steht für Helmut Dönnhoff am ehesten mit 2015 und 2005 in einer Reihe durch die hohe Dichte und Vollreife bei zugleich kerniger, aber total reifer Säurestruktur. ,Das ist der im Grund halbtrockene Gutswein von Helmut Dönnhoff. Der Wein hat einen einzigen Nachteil: Es gibt relativ wenig. Dieser feinherbe, mit wenig Restzucker ausgestattete Wein, bekommt durch dieses mehr an Zucker seine Flügel. Dabei war der normale Gutswein schon extra gut, aber diese paar Gramm Zucker mehr lassen ihn noch höher steigen, machen ihn noch pikanter. Das ist ein Wein, wie er nirgendwo außerhalb Deutschlands wachsen kann. Leichtigkeit, Zartheit, das ist pures Glück in flüssiger Form. Pfirsich, Apfelblüte, Schiefersalz. Tänzelnd, seidig, saftig, wunderbar leichtfüßig und zart. Die Mineralunterlage gibt ihm einen schönen Kick. Der ideale Terrassenwein. Wunderschön, ein Durstlöscher par excellence.