David Moret: Aligoté Le Grand A 2024

David Moret: Aligoté Le Grand A 2024

Zum Winzer

Aligote 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2034
voll & rund
exotisch & aromatisch
Lobenberg: 92+/100
Frankreich, Burgund, Cote de Beaune
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Aligoté Le Grand A 2024

92+
/100

David Moret arbeitet nur mit Schwerkraft, kein Pumpen, alles geht direkt ins Fass. Beim Aligoté ist der Großteil im Edelstahl. Ausbau für etwas über ein Jahr. Auch die Abfüllung erfolgt ohne pumpen. Alles ungeschönt und unfiltriert. Kein Wunder bei dem Potenzial. Die Reben sind im Schnitt 50 Jahre alt und liegen etwas unterhalb von Meursault außerhalb des Village-Gebiets. Damit der schlanke Charakter des Aligotés erhalten bleibt, meidet er hier die Batonnage, also das Aufrühren der Hefe, was den Wein kräftiger und cremig machen würde. Zartes Gelbgrün. Im Bouquet ist der Aligoté sehr rauchig, dann kommen weiße Blüten, viel gelber und grüner Apfel, zart und duftig. Ich bin erstaun wie fein der 2024er sich zeigt. Keine stechende Säure, sondern sehr ausgewogen und fein im Mund. Also mineralisch, schlank und aber doch sehr präzise, geradlinig und von der feinen Säure geleitet. Natürlich durchgegoren aber doch fast süßlich im Extrakt, dabei auch reifer in Form von Mandarine. Das ist ein ganz grandioser Spaßwein aus dem Burgund. Aus einer Rebsorte, die bei vielen Winzern noch vernachlässigt wird. Ein schöner Aperitif!

Jahrgangsbericht

2024 markiert die Rückkehr zu einem sehr klassischen, fast schon nostalgischen Stil. Die Weine sind deutlich kühler, straffer und mineralischer als in den Vorjahren. Mit moderaten Alkoholgraden zwischen 12 % und 13 % vol. erinnert der Jahrgang an die »gute alte Zeit« des Burgunds. Besonders die Weißweine bestechen durch einen laserartigen Fokus und eine berstende, kristalline Mineralität, die an das exzellente Jahr 2014 erinnert. Ein Jahrgang für Puristen, die Struktur und Kante über cremigen Charme stellen. Der Jahrgang 2024 war ein hartes Stück Arbeit für die Winzer. Starke Frostschäden und ein sehr regenreiches Frühjahr und massiver Mehltaubefall führten zu drastischen Ertragseinbußen, besonders an der Côte de Nuits. Ein »goldener September« rettete zwar die Qualität der verbliebenen Trauben, doch die Mengen bleiben extrem klein. Die Qualität variiert stark je nach Lage und Geschick des Winzers. Wer jedoch bei den Top-Produzenten fündig wird, erhält tiefgründige, charakterstarke Weine von großer Eigenständigkeit und Raritätswert.

Mein Winzer

David Moret

David Moret ist ein ziemlich besessener Weinmacher, der nicht mehr unbedingt für Geld arbeitet, sondern nur für die Ehre und das Bestreben, auch ohne eigenen Weinbergbesitz so ziemlich die besten Weine der jeweiligen Appellation zu machen.

Aligoté Le Grand A 2024