Der Chailloux ist eine Lage in Süd-Südost-Ausrichtung. Drumherum sind viele Wälder, die den Weinberg schützen und morgens auch die Sonne zurückhalten. Also stehen hier allein im Weinberg schon alle Zeichen auf Frische. Straff, salzig, zitrisch, das ist der Chailloux immer. Wir haben superschlanke Quitte, Amalfizitrone, Zitronentarte und Bergminze. Darüber sehr viel Gesteinsstaub. Der Chailloux ist schon ein ziemlicher Mineralhammer in seiner straffen Auslegung, daran ändert auch der wärmere Jahrgang nichts. Kein weicher Schmusewein, sondern ein sehr purer, fast karger Ausdruck des Bodens. Ein sehr deutlicher Schritt zur Ernsthaftigkeit und zum Terroir gegenüber dem viel charmanteren, runderen Les Boucauds. Hier geht es schon richtig zur Sache mit diesem strammen Gesteinsantritt, Rauch, Salz, maritime Elemente, Kräuter, sehr engmaschig und reduktiv. In den Mundwinkeln setzt sich etwas weißer Pfeffer ab. Ein purer Silex-Ausdruck. Sehr Riffault, muss man mögen! Steiniger Freakstoff aus Sancerre.