Lynsolence ist ein superspannendes Kleinod. So mineralisch, salzig, lang und schwarzfruchtig! 100 Prozent Merlot, 100 Prozent entrappt, aber nicht fett und breit, sondern voller Spannung geradeauslaufend. In 2025 gibt es nur 4.000 Flaschen von diesem Wein, der Ertrag lag bei unter 20 Hektolitern pro Hektar. 2025 besticht so sehr mit seiner nervösen Nase und seiner superfeinen Tanninstruktur. Die extreme Aromatik von 2023 trifft auf die Spannung von 2019. Eine grandiose Kombination! Die Nase von Lynsolence 2025 ist satt unterlegt mit schwarzer Kirsche, schwarzer Johannisbeere und viel Brombeere. Auch ein bisschen süße Johannisbeere darunter. Hochintensiv, spannungsgeladen und fast dramatisch in der Nase! Im Mund knallt die schwarze Frucht: Satte schwarze Kirsche, Sauerkirsche und schwarze Johannisbeere, dazu immer wieder Brombeere, die aber nicht süß und reich ist, sondern extrem frisch. Merlot im Stil eines kalifornischen Hochlagenweins. Das ist so dramatisch in seiner Spannung! Vibrierend und extrem schick… Die schlankere Version eines Larcis Ducasse, mit mehr Spannung. Ich bin völlig hin und weg… *** Lynsolence umfasst lediglich 2,5 Hektar Reben und liegt fast direkt neben Château Monbousquet, also südlich der Hauptstraße von Saint-Émilion. Das Terroir ist viel Kies mit Kalk und Lehm, bestockt mit 30 bis 50 Jahre alten Reben. Die Fermentation findet zu einem Drittel im Stahltank und zu zwei Dritteln im 400 Liter Holzfass statt. Der Ausbau dann zu 60 Prozent in neuen Barriques und 40 Prozent gebrauchten. Der Önologe ist Thomas Duclos, der berühmteste Önologe des rechten Ufers.