Chateau Le Rey Les Argileuses 2025
- Merlot 80%, Cabernet Franc 20%
- rot, trocken
- 14,5% Vol.
- Trinkreife: 2030–2045
- Verpackt in: 12er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 94–95/100
- Parker: 92/100
- Jane Anson: 94/100
- Yves Beck: 93–94/100
- Vinum: 92–94/100
- Jeff Leve: 91–93/100
- Gerstl: 19/20
- Frankreich, Bordeaux, Cotes de Castillon
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
Le Rey, Vignobles K , 1 Cassevert, 33330 Saint Christophe des BardesZutaten:
Trauben Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224)100ml enthalten durchschnittlich Brennwert 84 kcal / 349 kJ Kohlenhydrate 1,1 g Zucker 0,1 g Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren, Eiweiß, Salz
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Heiner Lobenberg über:
Chateau Le Rey Les Argileuses 2025
/100
Die Reben stehen auf markanten grün- und blauhaltigen Tonböden 80 % Merlot und 20 % Cabernet Franc. Wird vergleichsweise puristisch ausgebaut, mit spontaner Gärung im Edelstahl und anschließendem Ausbau in Tanks und Amphoren bei minimalem Schwefeleinsatz und nur für 3 bis 4 Monaten ausgebaut. Das Ergebnis ist ein moderner, sehr präziser Ausdruck des Jahrgangs 2025, der Fruchtklarheit, feine Textur und Terroirtransparenz in den Mittelpunkt stellt. Gerade einmal 25 hl/ha gaben die Stöcke dieses Jahr her. Die Nase ist ungemein expressiv und direkt einnehmend. Frische Feige, saftige Pflaume und Sauerkirsche springen förmlich aus dem Glas. Darunter legt sich ein ganzer Strauß aus Menthol und Eukalyptus, der dem Wein enorme Frische und eine kühle aromatische Spannung verleiht. Hochfeine Würze kommt dazu: ein Hauch Chili, etwas grüner Pfeffer. Im Hintergrund auch ganz zart eine amphorentypische Reduktion. Im Mund voller frischer Saftigkeit. Genau dieser Ausdruck nimmt einen komplett ein. Wow, purer Saft! Es legt sich erneut das Menthol darunter. Sauerkirsche, rote Johannisbeere. Die Frucht-Spannung macht einfach Spass! Die Tannine sind super zart und unterstützen die Saftigkeit voll und ganz. Vom Ausbau bis ins Glas zeigen hier alle Regler auf Hedonismus!
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
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Parker über: Chateau Le Rey Les Argileuses
The 2025 Les Argileuses, a blend of 80% Merlot and 20% Cabernet Franc that was raised without SO₂ during élevage, reveals a gourmand bouquet of cassis, blackberry and floral notes. Medium- to full-bodied, velvety and enveloping, it’s elegant and fresh, built around a dense, structured core of fruit supported by a velvety tannic frame, concluding with a gourmand, perfumed finish.
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Jane Anson über: Chateau Le Rey Les Argileuses
This is lovely, a ton of limestone DNA, mouthfilling juice, dark muscular architecture, leafy raspberry and cherry pit, chalky texture, all pretty savoury and intense but with so much charm. A buy. Vignobles K, JC Meyrou director. Harvest September 12 to 23. 25 hl/ha yield. 3.4 pH. Unoaked.
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Yves Beck über: Chateau Le Rey Les Argileuses
Das Bouquet zeigt auf Anhieb seine Identität und sein Terroir mit kreidigen Noten, gefolgt von Anklängen von Minze, Gewürzen und Kakaobohnen. Am Gaumen ist der Wein cremig, hat Fülle und eine liebliche Note, die auch von den Tanninen übernommen wird. Das stimmt ihn charmant, aber es fehlt ihm auch nicht an Temperament und, analog dazu, an Frische. Ein strukturierter, köstlicher, kräftiger und lang anhaltender Wein.
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Vinum über: Chateau Le Rey Les Argileuses
Tiefgründig, mit Cassis und Brombeeren im Duft, dahinter kalkige Mineralik; cremiger Auftakt, packt dann zu, ungemein saftig, mit kalkigem Tannin, wie wenn man an einem Stein lecken würde, feine Säure, fruchtiges, salziges Finale. Hervorragend und der beste Beweis, dass hochwertige Weine nicht teuer sein müssen. (Trinken von 2027 bis 2048)
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Jeff Leve über: Chateau Le Rey Les Argileuses
Black raspberries, flowers, and licorice notes are easy to spot in the perfume. On the palate, the wine is vibrant, fresh, and juicy. There is lift, energy, fragrance, and elegance in the sweet, red berries. The wine blends 80% Merlot with 20% Cabernet Franc. Drink from 2028-2040.
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Gerstl über: Chateau Le Rey Les Argileuses
Dadurch dass der Wein nicht im Holz ausgebaut wird, zeigt er die pure Frucht die sinnlich aus dem Glas strahlt. Ein herrlicher Mix aus rot- und schwarzbeerigen Aromen. Intensiv und frisch zugleich - die Reife des Jahrgangs macht das Bouquet besonders verführerisch. Saftiger Auftakt mit einem noblen Mix aus Frucht und Terroirwürze. Wunderschön ausbalanciert mit einer saftigen und erfrischenden Säure. Seidig feine Tanninstruktur die dem Wein (...) Cremigkeit gibt. Dieser Wein hat eine unbeschreibliche Trinkfreudigkeit - was für ein Genuss. (pb)
Le Rey
Château Le Rey befindet sich seit 2016 im Besitz von Peter Kwok von Château Tour Saint Christophe und weiteren Châteaux, und dem Inhaber von Bodegas Mas Alta und Jean-Christophe Meyrou. Es gibt zwei Weine. Les Rocheuses, eben reiner Kalksteinfels und Les Argileuses, also Lehm. Hier in Sainte-Colome,...