Chateau Latour a Pomerol 2025
- Merlot 100%
- rot, trocken
- 14,5% Vol.
- Trinkreife: 2033–2060
- Verpackt in: 6er OHK flach
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 97–99/100
- Suckling: 95–96/100
- Falstaff: 97/100
- Weinwisser: 95–96/100
- Vinum: 94–96/100
- Frankreich, Bordeaux, Pomerol
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Latour a Pomerol, Libourne, Frankreich
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Heiner Lobenberg über:
Chateau Latour a Pomerol 2025
/100
100 Prozent Merlot. Gelesen zwischen dem 1. und 13. September. Die Nase ist ein orgiastisches Erlebnis! Satte schwarze Kirsche, aber auch Moschus und Exotik. Sehr feine Lakritze dazu, viel Veilchen, aber auch Rosenblätter. Duftig, blumig und total verspielt schon in der Nase, mit toller Intensität! Weich, dicht und kirschig, mit leichter Holznote darunter. Der Mund ist dann fast noch besser. Was für ein Latour à Pomerol! Ich sage schon hier: Besser habe ich diesen Wein noch nicht probiert. Sensationell! Samt und Seide im Mund… Schwarze Kirsche, auch superweiche süße Maulbeere, nicht fett, aber trotzdem opulent und reich. Voller Charme! Die Tannine sind total geschliffen und poliert. Zwar satt vorhanden, aber sowas von weich und fein! Der Wein zeigt eine gute Länge und er überwältigt permanent mit Charme und Wellen von Aromatik… Was für ein extremes Leckerli mit großer Klasse! Hintenraus ein sehr schickes rotes Schwänzchen mit roter Johannisbeere und einer leichten Chilischärfe. Extrem schicker Wein – so soll es sein, so kann es bleiben! *** Ein acht Hektar großes Weingut, bepflanzt mit 100 Prozent Merlot. Der Untergrund besteht zu zwei Dritteln aus Kies und Lehm, zu einem Drittel aus Sand und etwas Lehm. Also ein Untergrund, der über den sandigen Anteil durchaus für Feinheit bürgt, weniger für enorme Power. Latour à Pomerol befindet sich im Besitz von Madame Loubat, die auch Besitzerin von Château Pétrus war. Die Gruppe Moueix bearbeitet dieses Weingut seit 1962. Aber erst 2024 konnte es zu 100 Prozent übernommen werden. Mittlerweile ist es auch HVE3 umweltschonend zertifiziert. Das Château steht immer für diese diversen unterschiedlichen Terroirs und deswegen für einen extrem balancierten Pomerol. Konzentriert, aber eben mit perfekter Balance und seidigen Tanninen. Wie alles bei Moueix wird hier auch komplett entrappt. Die Vinifikation findet in temperaturregulierten Zementtanks statt, der Ausbau für 14 Monate in französischen Barriques, davon 50 Prozent neu. Das Château ist ein echter Mythos, hatte schon Weinen mit 100 Punkten. Ich finde, es ist ein großes Terroir und ein sensationelles Weingut, ob seiner hohen Eleganz. Aufgrund seiner unterschiedlichen Böden ist Latour à Pomerol immer einer der komplexesten Weine des Hauses. Hohe Finesse, gepaart mit relativ viel Power.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
/100
Suckling über: Chateau Latour a Pomerol
Medium- to full-bodied, structured, precise and focused, with dark fruit driven by acidity and well-defined tannins, yet retaining an underlying charm. 100% merlot from 8 hectares planted on gravel and clay soil, aged in 50% new oak for 12 months.
/100
Falstaff über: Chateau Latour a Pomerol
Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Ein Hauch von Edelholz, dunkle Waldbeeren, frische Herzkirschen, ein Hauch von Himbeeren im Hintergrund. Saftig, seidig, sehr elegant, feine Extraktsüße, samtige Tannine, reife Kirschenfrucht im Abgang, gut anhaftend, bereits von Fleck weg zu genießen, verfügt über Länge und großes Verführungspotenzial.
/100
Weinwisser über: Chateau Latour a Pomerol
Betörendes, sehr komplexes Bouquet, reife Waldhimbeere, verführerisches Veilchenparfüm und Blutorangenschale. Am sublimen Gaumen mit seidiger Textur, engmaschigem, reifem Tanningerüst, vibrierender Rasse und perfekt geformtem Körper. Im konzentrierten, langen Finale ein Feuerwerk, rote Beeren, edle Salznote, sapid, royale, feinmehlige Adstringenz. Dieser Pomerol gehört auf jede Einkaufsliste.
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Vinum über: Chateau Latour a Pomerol
Expressiv, mit reifen Himbeeren, Cassis, getrocknetem Oregano, etwas blonder Tabak, stark gerösteter Kaffee, darüber Veilchennoten, sehr komplex, am Gaumen delikat, knackige Frucht, feinste Tannine, baut Druck auf, bleibt elegant, die Säure hält frisch, alle Elemente sind an ihrem Platz; langanhaltend, ausgewogen und mit viel Finesse. Ein verführerischer Latour à Pomerol, der früh zugänglich sein wird und doch reifen kann. (Trinken von 2028 bis 2060)
Parker über: Chateau Latour a Pomerol
The 2025 Latour à Pomerol is lovely, offering up aromas of cherries and sweet berry fruit complemented by hints of petals and spices. Medium- to full-bodied, polished and suave, it's deep and seamless, with ripe tannins, bright fruit flavors and a long, penetrating finish. This stands out as one of this estate's finest vintages in recent years.
Latour à Pomerol
Latour à Pomerol liegt in der Nähe der Kirche auf einem tiefgründigen Kiesbett. Das Weingut gehört der Familie Moueix (Chateau Petrus) und wird vom gleichen Team betreut. In großen Jahren ist der Wein majestätisch und wuchtig und hat gewisse Ähnlichkeit mit dem Chateau Trotanoy. Der vollmundige,...