Chateau La Fleur Petrus 2025
- Merlot 97%, Petit Verdot 3%
- rot, trocken
- 15,0% Vol.
- Trinkreife: 2032–2065
- Verpackt in: 6er OHK
- strukturiert
- saftig
- pikant & würzig
- Lobenberg: 99–100/100
- Suckling: 99–100/100
- Jeff Leve: 98–99/100
- Vinum: 97–99/100
- Giuseppe Lauria: 97–98/100
- Yves Beck: 97–98/100
- Frankreich, Bordeaux, Pomerol
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: La Fleur Petrus, 54, Quai du Priourat, 33502 Libourne, FRANKREICH
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Heiner Lobenberg über:
Chateau La Fleur Petrus 2025
/100
97 Prozent Merlot und drei Prozent Petit Verdot. Wow, ich hatte zuvor Latour à Pomerol – das war ein Best Ever. La Fleur-Pétrus steht dem in keinem Fall nach, sondern kann durchaus mithalten! In Pomerol gibt es 2025 einige sagenhafte Erfolge. La Fleur-Pétrus gehört zumindest mit seiner Nase ganz sicher dazu. So weich, reich und hocharomatisch auf schwarzer, superweicher Frucht laufend! Kirsche im Vordergrund, aber auch Brombeere, Maulbeere und Cassis. Nichts ist rau, alles nur weich, geschliffen und poliert. Schöne Lakritze, Praline und Nutella darunter. Eine sehr dunkle Schokoladencreme. Wie fein, wie schwingend! Dann ein satter Hauch von Minze und After Eight. Die Nase ist ein Traum in Schwarz! Der Mund ist dann erstaunlich frisch, mit viel roter Frucht: Rote Johannisbeere und Sauerkirsche, langsam kommt dann die Schwarzkirsche wieder dazu, auch süße Maulbeere. Aber nichts ist fett, der Wein ist ultrafein! Die Tannine sind seidig poliert… Eine einzige Köstlichkeit im Mund! Das ist fast trinkfertig. Wow, macht das Freude! Schöne salzige Länge… Die Familie Moueix hat es 2025 schon verdammt gut getroffen. Ein genialer Wein, kann man nicht anders sagen. Wenn der Preis vernünftig bleibt, ist das ein Muss-Kauf. Einer der besten Weine aus Pomerol! *** La Fleur-Pétrus ist ein 18,7 Hektar großes Weingut. Für Pomerol ist das fast riesig. Kies und tiefer Lehm auf eisenhaltigem Untergrund. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei über 35 Jahren. Natürlich wird – wie alles bei Moueix – händisch gelesen, im Weingut auf dem Tisch vor- und dann nochmal per Lasertechnik nachsortiert. Also total cleanes Traubengut. Spontane, temperaturregulierte Vergärung im Beton. 18 Monate Ausbau in französischen Barriques, 50 Prozent Neuholz. La Fleur-Pétrus ist sicherlich einer der Superstars des Pomerol. Ein sehr historisches Weingut. Der Name entstand, weil es genau zwischen Château Pétrus und Château Lafleur liegt, den beiden anderen absoluten Primus-Weingütern der Appellation. Jean-Pierre Moueix hat dieses Weingut ab 1937 bewirtschaftet, 1950 wurde es gekauft. Kurz danach Château Trotanoy. Das sind sicherlich zwei der absolut besten Weingüter in Pomerol. In den Top 5 oder den Top 6. Die Kombination aus Kies und kalkhaltigem Lehm ist das Besondere direkt auf dem Plateau. Nur 30 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Die Kiesanteile der Weinberge geben große Eleganz, die Lehmanteile Tiefe und Struktur.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
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Suckling über: Chateau La Fleur Petrus
Aromas of al dente fruit, blackberries and a hint of mint. Medium- to full-bodied with firm and linear tannins that are polished and caressing. Persistent finish of dark, brooding fruit. You don’t really see the tannins, just the purity of fruit. Energetic and intense at the end. 97% merlot and 3% petit verdot.
/100
Jeff Leve über: Chateau La Fleur Petrus
Black raspberries, irises, violets, and chocolate-coated black cherries, with just a hint of vanilla, inspire the perfume. The palate delivers its velvet-drenched, pure, black, with red fruits seamlessly. The refined, sensuous, lingering, silky, fresh finish hits the spot for pleasure seekers. And, isn't pleasure what great wine is all about? The wine blends 99.5% Merlot, and .05 Petit Verdot. Drink from 2030-2060.
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Vinum über: Chateau La Fleur Petrus
Deutlich verhaltener im Duft als andere Weine der Moueix-Range; floral, mit Veilchen, Rosenblüten über Kirschen, darunter eine faszinierende Mineralität; straffer Auftakt, sehr vertikal, kein Gramm Fett, dabei mit Druck, die cremige Textur entwickelt sich am mittleren Gaumen, da sind Massen von feinsten Tanninen, welche die Frucht in Schach halten, ein wahrliches Crescendo von Struktur, Textur und Aromen: sehr langanhaltendes Finale. Ein bezaubernder 2025 Wein, der Zeit braucht, entdeckt werden will. (Trinken von 2030 bis 2070)
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Giuseppe Lauria über: Chateau La Fleur Petrus
Elegantes, feinsinniges und überaus finessenreiches Bouquet mit feiner, verführerischer rotbeeriger Frucht, die an reife Himbeeren und frische Walderdbeeren erinnern. Dahinter zeigen sich auch wunderschöne kräutrige Nuancen sowie Lakritze und ätherische Noten. Im Mund zeichnet sich der Wein durch eine sinnlich anmutende und verführerische Schmelzigkeit mit reifen, saftigen Tanninen aus, die zum einen süß sind und zum anderen genügend Halt geben, um dem Wein eine schöne Spannung zu verleihen. Im Vordergrund steht aber die Finesse. Der Wein hat regelrecht etwas Schwebendes. Im langen Finale zeigen sich wieder die verführerischen Noten von Lakritze, Minze sowie weitere kräutrig-ätherische Nuancen.
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Yves Beck über: Chateau La Fleur Petrus
Die alte Cabernet-Franc-Parzelle wurde gerodet und liegt derzeit still, weshalb der Jahrgang 2025 keinen Cabernet Franc enthält. Das feine und subtile Bouquet von La Fleur-Pétrus offenbart Noten von Brombeeren, Heidelbeeren und schwarzem Pfeffer, ergänzt durch einen Hauch von frischem Holz. Der samtene Auftakt weicht einem eleganten Wein, dessen Kraft sich nach und nach zeigt. Die Tannine erreichen erst spät ihre Amplitude und bieten dem gesamten Gaumen eine sehr schöne Basis, während die strukturierende Säure sie dabei unterstützt. Das Ergebnis ist eine herrliche Harmonie und ein konzentrierter Abgang, der Energie und Frische vereint. Ein Spätzünder ! Herrlicher Wein.
Weinwisser über: Chateau La Fleur Petrus
Dicht verwobenes, beruhigendes Bouquet, zarter Waldhimbeerduft, Hauch Iris, Orangenzeste. Im zweiten Ansatz roter Johannisbeernektar, heller Tabak und Rosenpfeffer. Am sublimen Gaumen mit seidiger Textur, tänzerischer Rasse, viel Zug, engmaschigem, reifem Tanningerüst, unglaublich dicht, perfekt geformter Körper. Im konzentrierten, reinen, nicht enden wollenden Finale rote Beeren, Graphit und erhabene Adstringenz.
Falstaff über: Chateau La Fleur Petrus
Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Attraktive, reife Herzkirschen, zart nach Lakritze, ein Hauch von kandierten Mandarinenzesten, facettenreiches Bukett. Saftig, elegant, rotbeerige Textur, wirkt leichtfüßig und finessenreich, seidige Tannine, mineralisch und bereits sehr gut entwickelt, delikater, früh zugänglicher Stil, sicheres Entwicklungspotenzial.
Alexandre Ma über: Chateau La Fleur Petrus
From the first nose, the concentration brought by the hot and dry vintage is immediately apparent in Château La Fleur-Pétrus 2025. A gentle swirl of the glass releases aromas of black pinecone, black plum, and black blueberry, accompanied by more distinctive notes of preserved mustard greens and dried tangerine peel. It should be noted that the tannins are quite firm, and at this young stage they show a slight angularity. Fortunately, the wine retains its signature suppleness, which gradually envelops the structure, allowing the palate to ease open with time in the glass. Given time to age, it will surely reward those with patience.
La Fleur Petrus
La Fleur Petrus liegt im Osten des Plateaus von Pomerol zwischen Lafleur und Petrus. Die 1956 mit 80 % Merlot und 20 % Cabernet Franc neu bestockten 13,5 Hektar Rebfläche bringen unter der Aufsicht von Frederic Lospied Weine hervor, die zwar etwas weniger kräftig sind als die der berühmten Nachbarn,...