Die Zusammensetzung 2022 ist 67 Prozent Cabernet Sauvignon, 27 Prozent Merlot, fünf Prozent Petit Verdot und ein Prozent Cabernet Franc. 24 Hektoliter Ertrag pro Hektar. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,7, der pH-Wert bei 3,67. Der 2022er wurde gelesen vom 15. September bis zum 30 September. Reiche, dichte, würzige Schwarzfruchtnase mit Flieder und Wacholder. Extrem blumig! Dahinter süße Maulbeere, fein, schick, dicht und reich. Sehr Margaux mit schwarzer Erde. Viel Wein. Im Mund sämig mit dunklen reifen Feigen, auch Datteln. Üppig und fast wollüstig. Im Lauf der Probe stellt sich dann immer mehr eine famose Frische ein. Von hinten hochrollende Cranberry und rote Johannisbeere. Schick! Im Finale kommt Schlehe wieder hoch, der Wein vibriert! Das ist ein wirklich schicker, schlanker, spannungsgeladener Margaux. Kein fettes Teil, keine Wuchtbrumme, sondern einfach nur eine tänzelnde Schönheit. *** Eigentümerin Claire Villars-Lurton (Enkelin von Jacques Merlaut) leitet neben Château Ferrière noch die Weingüter Château Haut-Bages-Libéral und Château La Gurge. Ihr Ehemann Gonzague Lurton führt das Weingut Château Durfort-Vivens. 24 Hektar in biodynamischer Bewirtschaftung auf tiefen Kiesböden mit Kalksteinuntergrund. Önologischer Berater ist Eric Boissenot, der auch alle Premier Crus betreut. Der Ertrag bei diesem Biodynamiker liegt nur bei rund 40 Hektoliter pro Hektar, die Reben stehen in Dichtpflanzung. Pro Stock sind das dann gerade einmal rund 500 Gramm Trauben. Jeder Plot wird einzeln vinifiziert. Nach der Spontangärung mit drei Wochen Mazeration erfolgt der Ausbau für 18 Monate zu 80 Prozent im Holz, davon die Hälfte neu, und zu 20 Prozent in Betonamphoren.